Dez 092014
 

Das erste Axiom sollte sein, das Gewohnheiten veränderbar sind. Ohne dieses Axiom besteht keine Hoffnung.

Für mich gerade relevant: die informationellen Gewohnheiten. Vormalig standen die Nutzungsgewohnheit gerade bei den in den gesellschafltichen Ablauf integrierten Medien fest. Jetzt: Wenn man die Selbstbeobachtung wagt und die Freiheiten nutzt, sind diese Gewohnheiten durchaus formbar. Ich muss immer häufiger an die Pipes von Yahoo denken. Die Pipes unserer Internetnutzung können verstellt werden, neu verschaltet, Gehäuse verlassen, gebaut oder genutzt werden. Mich wundert, das das geht, aber kaum genutzt wird. Unsere Nutzung der Ströme ist selbst über 20 Jahre nach dem Einbruch von “Internet” in die breite Nutzung immer noch von alten Medienreflexen geprägt. Die Geschäftsmodelljäger wissen das. Die Enkel von Edward Bernays erst recht.

Überkommene Medienreflexe: Ein Text muss ein Artikel sein. Muss einen Anfang und ein Ende haben. Muss eine bestimmte Mindestlänge haben. Muss von einem gewissen Tenor getragen werden. Die Veröffentlichung eines einzigen Wortes: unmöglich. Die Liste der stilistischen und formalen Kriterien, die wir mit uns rumschleppen und vorbewusst als Meßlatte unseres Verhaltens und Outputs anlegen ist höllisch fruchtbar. Denn die Negation aller Kriterien ist technisch möglich in 2014.

Dem Experiment, dem Unausgegorenen und der Stimmung gehört die Zukunft.

Nov 262014
 
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Pikettys Bericht beruhte auf Daten bis 2012. Seit dem hat sich nichts wesentliches getan. Daraus folgt?

In den nächsten 2 bis 5 Jahren wird sich nichts wesentliches an den globalen Dynamiken ändern. Daraus folgt?

Eine globale Veränderung der globalen Vermögensverhältnisse bräuchte bestimmt 5 bis 10 Jahre politischen Vorlauf. Daraus folgt!

Jul 012014
 
31-5-2013-10

Ich sah gerade das Markus “hackr” sein 9jähriges Blogjubliläum entdeckt hat. Da fiel mir wieder ein, das ich ja noch ein Datenbankbackup vom Mehrzweckbeutel rumfliegen habe. Wir erinnern uns: Das war dieser komische Gruppenblog (einer der ersten in Dschörmanieh) mit Mario Sixtus, mir und Richie Gleim. Später kam stark wechselndes Personal hinzu und die Wohnzimmeratmo war dann nach ca 4 Jahren weg. Jeder Pups wurde damals mit Links zugeschmissen und Kommentare gabs wie Sand zwischen Buchseiten. Hier mein erstes Posting im Mehrzweckbeutel, 29.1.2003:

 

Hilary Rosen, Längen- und Breitengrade und die Blogs

Hilary will sich also zum Jahresende mehr dem unschuldigen Spiel mit ihren Kindern widmen, statt andere Kinder zu Verbrechern zu erklären. Sony, Nokia oder sonstwer wird sich die Längen- und Breitengrade schnappen und Türhüter des Wortes starren auf Blogs, Homepages, RSS. Könnte es sein, das geistiges Eigentum ein Oxymoron ist? Währenddessen schlägt Moore´s Vermutung weiterhin ihre Breschen durch die Welt wie wir sie kennen. Supercomputer von ´89 liegen morgens im Nieselregen auf der Strasse und warten auf den Sperrmüll. Asimov lächelt säuerlich. Irgendwann biegt jemand um eine Ecke, blickt auf eine silberne Fläche und sollte sich besser entscheiden wen er sehen will.Überblick gibt´s nur im Orbit – oder im Mehrzweckbeutel!

 

Hm. Kryptischer Themenrundumschlag im Stile des 00er-Siggis. Wie ich bemerken muss alles immer noch aktuell. Themen die anscheinend immer noch keine Lösung gefunden haben.

Apr 112014
 
3-6-2013-27

“It is difficult to get a man to understand something, when his salary depends upon his not understanding it!”

Upton Sinclair

  •  11. April 2014
Mrz 242014
 
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Als logische Figur der Kommunikation dünkt mich das Ignorieren in Zeiten überflüssigster Meinung und Erregung immer effizienter. Wer nicht weiss was er will, muss sich nicht wundern, wenn er oder sie an allem teilnimmt.

Mrz 152014
 
3-6-2013-5

Begriffe man die Differenz zwischen hiesigem Aktual und dortigem Potential eines neuen, entstehenden Netzwerks/Systems(?), müsste man zu Kommunikationen in der Lage sein, die nicht Bekanntes perpetuieren, sondern an denen sich neues entzündet. Wie man die Differenz auch versucht zu begreifen, ob sprachlich, künstlerisch, naturwissenschaftlich – es müsste ein fruchtbarer Ruck denjenigen erfassen, der eine Interpenetration zulässt und Unbegreifliches begreifbar macht. Sprache scheint mir in diesen Dingen das schlechteste Werkzeug, weil in ihre Strukturen das hiesige Aktual eingewoben ist und jeden unterstützt, der sich bloss spreizen will, wo er vergehen sollte.

  •  15. März 2014