Geht doch gar nicht

Einen evolutionären Problemlösungsprozess dadurch scheinbar zu wiederlegen, das man darlegt was nie klappen, funktioneren, gehen wird, heisst nix – aber auch gar nix – im Sinne des gesamten Lösungsraums kapiert zu haben. Irgendwas klappt immer nie, irgendwas geht immer.

In der Schwebe

Der Mangel an utopischen Bildern kann nicht durch diese aufgehoben oder gelöst werden. Der Mangel ist die gelebte Utopie selbst, der Wanderstab für einen nie endenden Weg. Der Kollaps in die konkrete Vision generiert ein fraktales Universum möglichen Scheiterns. Und dennoch.

Freisprechhaltung

Jede gelungene Formulierung dankt sich dem Versuch Verständnis zu erzwingen. Gibt man diese Macht der Worte ab, geht man ohne Noth auf Schleichjagd. Etwas fügt sich willig in Worte, das nicht verstanden werden muss und dennoch etwas sagen kann. Die Rede ins Leere geniesst Freiheiten von denen Alter und Ego nur träumen.

#Meditationes

Anweisung

Die Freiheit durch die brennende Leinwand eines selbstentzündeten Bildes zu springen, mit nichts als einer Gestimmtheit als Fallschirm. Den Fall mit Jetzt aufladen und in fruchtbaren Flug wandeln. Wiederhole.

Bullshit und Wachstum

Dem Bullshitter ist epistomologisches Wachstum verwehrt. Dieses kann sich nur am tertium non datur orientieren, den eigenen Fehlern, Prognosen und Einsichten. Der Bullshitter kennt nur Wirkung und steigerbare Wirkung ohne Rücksicht auf sich, seine soziale Umwelt oder die Gesellschaft. Er oder sie kennt nicht die Verzweiflung des Proselyten oder Frömmlers jedweder Coleur oder Materia, der oder die sich in Widersprüche verwickeln oder von der Faktizität voll in die Fresse bekommen. Eine Verzweiflung, die im tiefsten Inneren das Tertium non datur anerkennt („Es kann nur eine Wahrheit geben!“), ohne es auflösen zu können durch Aufgabe widerlegter Hypothesen. Der Bullshitter sticht da durch oder wechselt die Fahrspur auf einem Weg der eigentlich ein immer gleicher ist. Déjà-vu: here we go again!