Roam Research

Ich vermute es gibt da seit ein paar Jahren ein Wettrennen um ein Geschäftsmodell, das die kleinste semantische Einheit in einer Datenbank mit einem Netzwerk anderer intelligenter Akteure verknüpfen kann. 

Dunnemals war das ein Buch, verlinkt in Köpfen oder anderen Büchern. Vor einigen Dekaden war es die Datei, später Blogposts. Aber schon der Begriff der Metadaten als sinnvolle Infoeinheit hat das aufgebrochen. Trackbacks, Kommentare, Tweets.

Hart arbeitende Wissensschufter haben sich dann Evernote, One Note und anderen Silos in den Rachen geworfen. Alles eine Suche nach einem Tool, das Erkenntnisgewinn und Wissensverarbeitung erleichtert und ermöglicht. Getrieben von Hoffnung und ausgeliefert dem jeweiligen Datenmodell des programmierenden Verusachers. Samt grauseligsten Benutzeroberflächen.

Seit mindestens 2 Jahren tut sich da wieder was. Subjektiver Eindruck. Notion ist eines der Beispiele. Und nun seit Dezember offene Beta mit Roam. Und endlich jemand der „Zettelkasten“ in englisch sagen kann.

Wenn ich das richtig verstehe ist man sich bei diesem Rennen nach der kleinsten semantisch sinnvoll zu verknüpfenden Einheit bei Notion, Roam und ja auch Gutenberg (WordPress Editor) dahingehend einig das es der Absatz ist. Empfehlung des Tages: Roam Research.

Kann sein das sich mein Verständnis der Kiste im Laufe der nächsten Wochen noch ändert, da die Tiefenbohrung gerade erst begonnen hat. Aber Notion wird es aus meiner Sicht nicht sein. Das ist eher irgendwas für Bürokraten, Projektmanager und Selbstoptimierer.

Ausserdem überzeugt dieser Conor White-Sullivan. Ein Ami der Luhmanns Zettelkasten achtet, ist ein enormer Fortschritt.

Ausnahmsweise lass ich mal die Kommentare offen. Brauche Input dazu.

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