Tinnitus der Existenz

Das leise Rauschen der Sandkörner fortwährend vervielfätigter Differenzen. Die Wüste der Möglichkeiten. Hauch des Erschreckens vor der Fülle der Relationierbarkeiten. Willkür in Schönheit. Frühstück.

#Meditationes

Ver.Such.

Mit den hölzernen Schneeschuhen der Sprache durch die Firnis unberührter Phänomene krachen. In der Schwebe zwischen Fernsicht und felsigem Grund. Der Frühling löst die Winterspuren auf.

#Meditationes

Sonntagsintermezzo mit Aussicht

Über erfundenen Wasseradern pulst geschäftig der Hausbrunnen. Vergessenes Schuhleder wurde geliefert, worüber im Dachstuhl heute gestikulieret wird, das es eine Freude ist. Hoffentlich kommt niemand auf die Idee, am Schlüsselbrett die Türen zuzuordnen. Das könnte für Unruhe in der Nachbarschaft sorgen.

#Meditationes

Flockungen

Noch das geringste Wort dankt sich der Verwechslung mit der Idee des Ganzen. Wahrhaft Ganzes würde auslöschen. Jedes Bewusstsein ist Wahn, der sich erfolgreich fortschreibt. Oder nicht. Das, was keinen Ort, keinen Inhalt, keine Ausdehnung, keine Qualität und keine Dauer hat, ist nicht wählerisch und kristallisiert an allem. Oh! Wie schön!

#Meditationes

Grenzohr

Schon sprechen ist dem Stammeln unterlegen, wo Fülle sich im Übermaß ergießt. Rituell kondensierte Kristalle impfen den Ozean unserer Zukunft. Mandelbrotgischt sirrt an der Grenze zum Ich, das sein Ohr in die brechende Welle des Jetzt taucht.

#Meditationes