Wanderer in wandernder Landschaft

Sich in einer statischen Landschaft im Laufe des Lebens eine plausible Landkarte herzuleben, ist Stoff vergangener Skripte und Plots. Mit Intelligenz und Regelzeug war das in früheren Zeiten zu schaffen. Heute? Eine dynamische Landschaft. Dynamische Regeln. Ein changierender Horizont. Eine Leinwand die sich verändert und dennoch die klassischen Entwicklungsstufen abbilden muss. Thumbnails, die einen Film ergeben sollen. Hüpfen von Stein zu Stein, wie in einem irren Zengarten. Heute sinnvolle Verzweigungen, können morgen für Nachfolger eine Strasse ins Nichts bedeuten. Technologie und Poesie verschmelzen, weil beides interpretiert werden muss. Heraklit ahnte ja nicht, wieviel Rhei im Pantha sein kann.‘

Zuerst erschienen im Mehrzweckbeutel (Gemeinschafstblog mit Mario Sixtus und Richie Gleim) am 31.1.2003

Und ihr ruft nach Utopien … na toll

Ja was denn sonst!? Das ist doch genau der Raum um den hier gerade gekämpft wird. DIE usurpieren Technologie, indem sie das emanzipatorische Potential kastrieren weil sie darin nur die Möglichkeit sehen die Idee des Panoptikums im schlimmsten Benthamschen Sinne zu errichten. Auch bekannt unter „Dystopie“.

Aus derartigen fehlschlüssigen, scheinbar kritischen Generalvorwürfen gegen technologiegestützte Zukunftsszenarien lese ich eine kurzschlüssige Beeindruckung heraus, die sich nur dadurch, das jemand den Hammer für einen Mord benutzt, jedes visionären Potentials für dieses Werkzeug entsagt. Da entsteht dann ein supergefährliches, selbstverursachtes Vakuum das – weil die Utopien fehlen – die Dystopien um so leichter füllen werden.

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Miss the groove and you will bleed!

Eigentlich

Eigentlich impliziert jede rethorische, mitunter brilliante „Wiederlegung“ warum X nienienie klappen wird, die unterbewusst ängstliche Vorannahme das „es“ klappen/funktionieren kann. Warum sonst sollte man sein Tagwerk rund um etwas, das es nie geben wird virtuos ranken? Man konstruiert ja auch eher selten sein Lebenswerk um rosa Einhörner, ausser man möchte das Taschengeld und die Aufmerksamkeit von cognitv-challenged Jugendlichen.

Der Subtext müsste also kosequent lauten: Ich will das nicht. Das ist allderdings die Wurzel, die konsequent im Wahnsinn von Theo Kaczynski endet.

Video vom 1.K-Camp der Kunstsammlung NRW

So, wie versprochen ist nun das Video der kompletten Veranstaltung des 1.K-Camps von der Kunstsammlung NRW veröffentlicht worden. Vielleicht erscheint es noch auf YouTube, dann könnte ich punktgenau auf 2 Stellen verlinken, die mir am Herzen liegen. Viel Spass beim Mosern, für alle die nicht da waren 😉

Das erste K-Camp der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen from richtwert GmbH on Vimeo.