Brain Drain und epistemischer Survivership bias

Was hat dieses Bild:

mit diesem zu tun?

für mich ist die Kombi der Ausgangspunkt um über epistemische blinde Flecken in der AI-Problematik nachzudenken. Oder wie ich vor einigen Jahren bloggte: Hier sind nur noch die B-Leute, die laut und mit praller Overconfidence rumpröten (vorzugsweise auf Linkedin), und lauter falsche Fragen stellen und das Kultur nennen.

Der nächste Schritt (abendfüllendes Programm), besteht also darin in einer Situation ständiger unvollständiger Information die strategisch relevanten Differenzen zum tatsächlich Möglichen auszumachen. Oder wie ich tweetete:

Was aber, wenn die Diff nicht möglich ist, weil die A-Leute weg sind und die tägliche Diff aus der sumpfigen Differenz zu B-Leuten besteht? Schwierige Denksportaufgabe. Anknüpfungsdomaine: Business Intelligence.

Was für mich heute morgen erstmal hängenbleibt ist, das der strategisch gefährlichste Effekt eines selektiven Braindrains nicht der Verlust von Intelligenz ist, sondern der Verlust der Fähigkeit, den eigenen Kompetenzverlust zutreffend einzuschätzen.

Und das muss kompensiert werden. Deswegen wird unter den beschleunigten Bedingungen und der nicht besser werdenden Nachrichtenlage Metacognition immer wichtiger. Glaub nicht jeden Scheiss den du denkst! Und ehemaligen PR-Beratern die sich aus der Provinz zu AI äussern erst recht nicht.

Fortsetzung folgt. Garantiert.

Exegesetip falls das zu komprimiert ausgefallen ist: in den Blechkollegen der Wahl werfen und Erklärung bitten.

Nachtrag: Während wir hier 2007 stolz aufs Bloggen waren und uns am Avantgardefeeling besoffen haben, machte der Typ da oben seinen Abschluss an der Düsseldorfer Uni. Im Prinzip hätten wir uns also begegnen können. Da liegt auch noch ein tieferer Gedanke drin. Ala Barabas oder Duncan Watts. Auch das Andreas Stuhlmüller hier mal im gleichen Jahr auf der Terrasse sass ist son fieses Detail.