Chinas Dollar-Wechselkurse, UNOCAL und Bomben in London

Was durch die gestrigen Bomben in London leider unter den Nachrichtentisch fiel ist, das China die Bindung zum Dollar aufgegeben hat. So what? Der berühmte Sack Zement, der diesmal wirklich in China umgefallen ist? Nicht, wenn man die 750 Milliarden Dollar amerikanische Schuldverschreibungen die im Besitz von China sind, im Hinterkopf hat. Sinkt der Dollar, sinkt der Wert der Schuldverschreibungen. Auf welche Ideen man da kommen könnte! Da gibt es nämlich noch eine kleine Immobilienblase in USA. Die Größe eines Stecknadelkopfes steht in keinem Verhältnis zum Geräusch eines platzenden Ballons. Da hört man doch gerne das CNOOC UNOCAL für mehr Dollars als Chevron kaufen möchte. Aber das hat bestimmt nichts miteinander zu tun…

10 Gedanken zu „Chinas Dollar-Wechselkurse, UNOCAL und Bomben in London“

  1. CNOOC hat Chevron nicht gekriegt .. dafür hat Nanjing Rover ins Reich der Mitte geholt.
    Ich glaube die kriegen den Ballon noch ein wenig mehr aufgepustet. Knallt ja auch viel lauter.
    Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf.

  2. In den Bergen werden kontrollierte Sprenungen gemacht um das Auslösen der Superlawine zu vermeiden .. Aber wenn der Schnee Geld ist dann traut sich das keiner.
    Ich bewundere die Naturgewalt dieser Lawinen aber wenn man im Tal steht sind sie weniger süss.

    Und ich habe heute wieder dutzende Expertenmeinungen gelesen, die genau Gegenteile behauptet haben über unser wirtschaftliche Zukuft. Und ich gerade immer mehr zu der Überzeugung, das niemand das System kapiert der es irgendwie steuern kann. Kein Wunder, wenn die Leute absichtlich und andauernd unbekannte Variablen/Geheimnisse in das System einbauen.

  3. „das niemand das System kapiert der es irgendwie steuern kann.“

    Eben. Alle Experten verdienen an der Undurchschaubarkeit. Haben wie man so sagt „ihre Aktien drin“. Ob long oder short – egal.
    Momentan lese ich gerade Frederic Vester: Die Kunst vernetzt zu denken, und da kütt sowatt schon par excellence. Die Weltlage ist ..hm.. sagen wir etwas kippelig. Und das sogar ohne Nano und AI.

  4. Also Vester ist wirklich nen guter Tipp. Ich habe von diesem Planspiel zwischen Schülern und Politikern mit Ecopolicy schon mal gehört, es aber leider nicht weiter verfolgt. Wird nachgeholt 😉

    Das mit dem kippeln wird doch stärker, je mehr es Kurzzeitanleger auf die Spitze treiben oder sehe ich das falsch? Nachhaltikgeit währe dann das grösste Defizit unseres Wirtschaftens. Wenn sie doch nur nicht die letzten Lehrstühle für Wirtschaftsphilosophie aus wirtschaflichen Gründen geplättet hätten …

  5. Ecotopoly ist _relativ_ lehrreich, aber nur bis man kapiert das es so angelegt ist das NIE gewinnen kann. Also um des lieben Aha-Effekts willen overoptimized.

    Das kippeln beziehe ich auf das Gesamtbild (Bomben, Öl, Moore, China, Immo). Nicht nur den wirtschaftlichen Sektor…Die Volatilität bei Aktien hat generell in den letzten Jahren zugenommen.

  6. Autsch 😉 Mogeln für das Gute … Naja nobody is perfect.

    Das mit dem Kippeln ist doch kein Wunder wenn man doch diese „Futures“ jetzt an jeder Ecke krigt. Trading in the 21st Century … Yea ! Das ist der Blasebalg für unseren Ballon .. bis sie Wetten über Wetten auf Verträg die erst noch verhandelt werden müssen verkaufen .. was dann soviel wie ein Kompressor ist.

  7. Die Instabilität eines Systems auf einen einzelnen Faktor oder Sub-System zurückzuführen würde der Vernetztheit wohl nicht genüge tun. Nimm „Futures“ raus und es bleibt: Öl, Moore, Terror. Was ist Ursache was ist Folge?

  8. Ja du hast recht .. ich überblicke das Gesammtsystem nicht.
    Irgendwie weigere ich mich auch das alles zusammenzufügen, weiss aber nicht genau warum.
    Vieleicht hat es damit zu tun das ich dazu neige die Dinge dann nicht differenziert genug zu betrachten.
    Vieleicht mache ich es mir auch nur einfach, indem ich mich nicht festlegen muss.

    Du hast die Subsysteme Ökologie, Bildung und Religion vergessen. 😉

    Das alles zusammenzufügen erscheint mir .. undenkbar.

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