Monats-Archive: November 2006

Elektrischer Reporter, No. 10

Nur ein kleiner Hinweis zur Quelle des letzten Worts der Woche. Das Zitat kam aus einem Eintrag aus dem Jahre 2004.

Was Dan Gilmore ab 5:08 sagt, trifft sich von einer anderen Seite mit dem was ich zum Aufmerksamkeitsproblem bemerkte. Nicht nur auf Grund der zeitlich begrenzten Resourcen wird es dringend nötig eine wahrscheinlich technische Lösung zu finden, sondern auch weil das Überleben unserer Art davon abhängen kann. Intransparenz ist ein Werkzeug derer, die das Aufmerksamkeitsproblem täglich zu ihrem persönlichen oder systemischen Vorteil ökonomisch und politisch ausnutzen. Die persönliche, tägliche Aufmerksamkeitshygiene ist in diesem riesigen Nullsummenspiel vorläufig nur ein kleiner, individueller Patch für das Betriebssystem des 21. Jahrhunderts.

Second Life und die Bit-Wirtschaft

Wie Jamie Caisco sehr treffend anmerkt, spürt Second Life gerade ganz deutlich die Auswirkungen der Gesetzmässigkeiten einer auf Bits beruhenden Ökonomie. Was copiert werden kann, wird copiert werden. Die Empfehlung von Linden Lab, Designer die einen Verstoss gegen ihr geistiges Eigentum festellen, sollten eine Anzeige auf Basis des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) erstellen ist… Weiterlesen…

Aufmerksamkeitshygiene

Aufmerksamkeitshygiene ist das Gebot der Stunde! Wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken ist ein Abbild unserer höchsten Werte. Jede Lebensminute für ein Youtube-Video, ein Befindlichkeitstextchen oder ein Flickrchen ist ein Echo unseres Weltbildes, falls überhaupt eines explizit vorhanden ist. Politik im Jahre 2006 ist kein gestenreiches Geschwafel über Trivialitäten die gedacht werden sollen, sondern an Medien… Weiterlesen…

Fortschritt – Utopie

Wer nur auf die Reproduktion der Verhältnisse aus ist, dem kann Utopie gestohlen bleiben. Wer allerdings der Verführung utopischen Gedankenguts erliegt, dem sind die Verhältnisse schon vor seiner eigenen Geburt zu eng geworden. Die Animal Farm treibt jeden ans Okular der Utopie, dem die Mechanik aller endlichen Spiele zu wider sind. Wir können zwar nicht… Weiterlesen…