Monats-Archive: April 2006

Rekursive Spiele in der Aufmerksamkeitsökonomie

Keine Lust diese Gedanken in ein homogenes Paket zu schnüren. Unter anderm ausgelöst durch den ein oder anderen Biergedanken beim Aftertrunk am Mittwoch mit Rainer Wasserfuhr und Mario Sixtus und diesem erschütternden Tondokument. In der Aufmerksamkeitsökonomie stehen wir der höfischen Gesellschaft viel näher als uns lieb sein sollte. Deren Menchanismen haben schon damals eine gewisse Charakterdisposition begünstigt. Unbegriffener Fetzen an der Schmitz-Katz-Theke: Es geht um Macht.

Das instinktsichere Sich-durchsetzen (keine Namen oder Links) in einer Aufmerksamkeitsökonomie. Kanalbesitzer, Claimer, Kanaldefinierer.

Sollte Relevanz vielleicht seit je immer nur hergestellt werden können und man kann bloss eine Entscheidung treffen zwischen nie relevant zu sein oder Relevanz durchzusetzen?

Personenkult, oder wie Goldhaber definierte: entweder Du bist Fan oder Star in einer Aufmerksamkeitsökonomie.

Die Illusion einer rationalen Gesellschaft in einer Aufmerksamkeitsökonomie mit begrenztem persönlichem Zeitbudget ist eben das: Illusion. Habermas ist auf eine raffinierte, und gleichzeitig traurige Art Ideologie.

Auch ein Argument für mehr künstliche Intelligenz: Begrenzte Zeit. Anders: Künstliche Intelligenz ist der Feind jeder höfischen, säugetierischen Tendenz in einer Gesellschaft.

Es gibt immer irgendwo richtige, tiefe Erkenntnisse. Sie sind latent in unsere Existenz eingewoben. Welche Erkenntnisse sich jedoch durchsetzen, sozial richtungsweisend werden, hängt von Faktoren ab, die nichts mit den rationalen Qualitäten des erkennenden Individuums zu tun haben. Das Individuum als konstituierender Faktor der aufgeklärten, sekularisierten Gesellschaft wird überschätzt (siehe Econophysics). Der wahre Feind ist der Zufall.

Jede Gesellschaft als Ganzes braucht Zeit um ihre Werke zu sichten und ihren Kanon zu errichten. Diese Zeit ist verschwunden. Geschmolzen. Der Bot kommt. Schnell, schnell.

Die gleichen Spiele des „durchsetzens“ nur mit anderen Mitteln. Aus dem Underground wird Mainstream. Das kann er nur werden wenn die Inhalte auch mehrheitllich verstanden werden können: Massenprodukt Klopapier. Der Niedergang des Begriffs Geek.

Der Traum einer rationaleren Gesellschaft wird weiter geträumt. Die Blogossphäre, das Netz steht dem Modell der höfischen Gesellschaft jedoch näher als offen diskutiert werden darf.

Die Rache der Begabten

Wenn begabte junge Leute im Jahre 2005 nach dem Abitur mit 19 Jahren ihre Schulzeit Revue passieren lassen, können sie sehr leicht, allzu leicht zum Schluss kommen, das man den Prozess des Lernens im Jahre des Web 2.0 auch anders gestalten könnte. Ein Jahr und ein vertagtes Stipendium später und Andreas Stuhlmüller hat sich eine… Weiterlesen…

Adrenalin

Damals ohne Computer gab es auch schon Autorennen quer durch eine Stadt. In diesem Fall an einem schönen Augustmorgen im Jahre 1976 in Paris. Der Regisseur Claude Lelouche wurde nach der Aufführung natürlich verhaftet. Womit bewiesen wäre das echte Snobs dem Plebs nur um schlappe 30 Jahre voraus sind. (Brüllwürfel aufdrehen!) Weiterlesen…

Singularity Events Calendar

Hiermit biete ich den Singularity Events Calendar an, der unter folgender Adresse mittels Google Calendar abbonniert und importiert werden kann. http://www.google.com/calendar/ical/pkdfh5rgq1sps5ero74ori9jlo@group.calendar.google.com/public/basic Link kopieren und unter Other Calendars/Public Calendar Address einfügen und Add-en. Informationen zu weiteren wichtigen singularitätsrelevanten Terminen werde ich einpflegen. Wer was weiss: Mail an mich oder über das Kontaktformular, ich schmeiss es rein.… Weiterlesen…

Google Calendar und Getting Things Done (GTD)

Wenn wir mal von den Datenproblemen absehen und mit den Möglichkeiten rumspielen wäre folgendes drin: In der GTD-Methodologie werden den To-Do-Items einzelne Orte zugeordnet, meist mit den Kürzeln @Computer, @Auswärts, @Büro etc. Das ist in Google Calendar einfach umzusetzen, indem man für die einzelnen @ Ordnungskriterien einzelne Kalender eröffnet. Termin- oder Zeitkonflikte sind einfach zu… Weiterlesen…

Google Calendar

Google Calendar ist live und natürlich in Beta. Das Einloggen kann etwas dauern, scheint sich aber zu lohnen. Einträge sind mit einem Click anzulegen. Überhaupt ist mein erster Eindruck (5 Minuten) der konsequent ajaxifizierten Oberfläche: Schnell und logisch. Mal schaun welche Ecken und Kanten sich im Alltag rauskristallisieren. Nachtrag 1: Die Feiertage klappen noch nicht.… Weiterlesen…

Lebensverlängerung

Noch heute Mittag musste ich mit einem normal gebildeten Humanisten ein normal skeptisches Gespräch mit den üblichen Einwänden zum Thema Lebensverlängerung führen. Das Übliche halt. 12 Stunden später informiert mich jemand der es wissen muss über dieses Paper (Atzmon, Rincon, Schechter, et al). Because modulation of lipoproteins is also seen in genetically altered longevity models,… Weiterlesen…