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Siggis letzte Worte




4.Dezember 2010

Decision point in history

...was wyrd, Beschleunigung, Beschleunigung der Beschleunigung, Prä-Singularität, Soziologie, Weltzustand - 3 Kommentare » 11:43

The future is digital in two ways: First all will go digital. Second all future political decisions are standing on a digital base. Either we will find ourself quickly living in totalitarian societies or all systems will transform into fully transparent organisations. Such simple.


30.November 2010

Digitalisierung

...was wyrd, Beschleunigung der Beschleunigung, Soziologie, Transformation - 3 Kommentare » 23:54

Heute abend im Geplauder (Video folgt) mit den Herren Bruysten und J. über die momentanen, weltweiten restaurativen Tendenzen schwante mir folgendes:

Die evolutionäre Tendenz zur Digitalisierung ist selbst digital.

Exegese: Die Konflikte, die die totale Digitalisierung heraufbeschwört, könnten dazu führen das es in the long run nur ein binäres Ergebnis gibt. Computronicum oder Steinzeit. Die Verwerfungen, die wir mit Wikileaks, JMstV, Urheberrecht, Genetik (ebenfalls eine digitale Disziplin) und sonstwas erleben, erzeugen derart große widerstrebende Tendenzen, das sie sich zu einer Zerreißprobe der gesamten Zivilisation auswachsen könnten. Nein werden. Was auf jeden Fall dabei auf der Strecke bleiben wird, sind die jetzigen Verhältnisse, die jetzigen Systemdynamiken, die heutigen Organisationsverhältnisse, das moderne Menschenbild. Wir haben die Folgen einer totalen Digitalisierung noch nicht im Ansatz begonnen zu begreifen. Und wieder sehe ich nur eine Möglichkeit: Beschleunigung der Beschleunigung.


20.November 2010

Obligates Jazzphoto

Events, Musik - Comments Off 15:25

Rainald Schueckens und Monks Trumpf


7.Oktober 2010

Addendum zur 9. Ästhetischen Jesellschaft

Beschleunigung, Beschleunigung der Beschleunigung, Singularität, Soziologie, Utopie - Comments Off 23:54

Nebenan im Wavetank ist vorgestern unser neuntes Geplauder erschienen. In the heat of the night wagte ich ein Entree mittels eines Luhmann´schen Bonmots:

Gegen Komplexität kann man nicht protestieren.

Nice. Wer den Humor mitbekommt, darf sich abrollen. Für mich und die hierorts manifesten Blogthemen interessant war allerdings eine Stelle 2 Seiten vorher (Gesellschaft der Gesellschaft, S. 857):

Zur Themenerzeugung eignen sich spezifische Formen, und zwei von ihnen haben, weil sehr allgemein, besondere Prominenz erreicht. Die eine ist die Sonde der internen Gleichheit, die, wenn in die Gesellschaft eingeführt, Ungleichheiten sichtbar macht. Die andere ist die Sonde des externen Gleichgewichts, die, wenn eingeführt, die gesamte Gesellschaft als im ökologischen Ungleichgewicht erweist. Beides sind utopische Formen, denn Ungleicheit und Ungleichgewichtigkeit ist gerade das, was ein System auszeichnet.

Mist. Genau da liegt der Pfefferhase. Ein System ist eben immer nur ein System, wenn intern als auch extern Ungleichgewichtigkeiten existieren, ansonsten man - wie Hombre Bruysten richtig einwirft - ein warmes Gas hat, ohne die Möglichkeiten zur Entwicklung, gar Evolution, die jeder Gradient anbietet. Die verschiedensten sozialen, politischen und technologischen Utopien lassen sich leicht entlang dieses Rasters von internem und/oder externem Ungleichgewicht sortieren.

Was bieten auf diesem Hintergrund technologische Utopien? Im Gegensatz zu sozialen und politischen Utopien, deren Heilsversprechen im Ausgleich systemischer Ungleichgewichtigkeiten liegt, bieten technologische Utopien genau das Gegenteil: bis ins Extrem (Computronium) gesteigerte Ungleichgewichtigkeit und Komplexität. Da wo die “Kosten” zB in Form von gesellschaftlicher Inequality (zB Gini-Index) verschwiegen werden, wie im Falle Kurzweils, schlägt die technologische Utopie notwendigerweise in tumbe Ideologie um.

Dennoch sehe ich persönlich unter den herrschenden Verhältnissen immer noch keine Alternative zu einer Beschleunigung der Beschleunigung. Jede (politische) Vermittlung zwischen diesen Polen der technologischen, extremen Ungleichverteilung, Komplexität und evolutionären Dynamik und den Utopien gesellschaftlicher Gleichverteilung trägt im Herzen die Sehnsucht nach dem Kältetod, und jede Bejahung extremer, technologischer Utopien muss sich auf der anderen Seite die Frage: Für wen? gefallen lassen.

Diese beiden Pole und ihre vielfältigen ideologischen Fallen sind das Signum unserer menscheitsgeschichtlichen Übergangsphase. Sag ich jetzt mal einfach so.


21.August 2010

Ikonographie der Zukunft

...was wyrd, Futuristik - Comments Off 13:36

Das kulturelle Unterbewusstsein wird wohl in naher Zukunft die Ikonografie einer posthumanen Zukunft in all ihren dys- und u-topischen Formen immer konvulsivischer durchdeklinieren. Je größer die Bandbreite des imaginierten Schreckens und der Extase, um so offener der Raum der Zukunft? Um so herausragender die Rolle einzelner Individuen, die der puren Kontingenz des Zukunftsraumes ihren Attraktor aufdrücken?