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Siggis letzte Worte




28.Januar 2008

Von Wäldern, Bäumen und der Reise

...was wyrd, Transformation - 5 Kommentare » 7:00 pm

Die eine Hälfte der Leute ist gekommen um zu erfahren, welchen Baum sie in diesem abenteuerlichen Wald als nächstes fällen sollen. Die andere Hälfte hat schon einen Baum gefällt und reicht das Holz herum. Aber alle sehen in dem Wald keine Begegnung auf einer Reise, auf der man den einen oder anderen Baum fällt, um die Reise fortsetzen zu können.

Auf diese Weise ist der Wald angefüllt mit Geschnatter, Geraune und Folklore, Siegen, Niederlagen und Legenden. Während die einen eifrig einen Baum nach dem anderen fällen, stehen andere herum und rätseln, welchen Baum zu fällen sich wohl lohnte. Baumberater geben ihr wohlfeiles Urteil ab, während das Volk angewiesen wird mit seinen Macheten einen Weg durch das wuchernde Grün zu hacken. Kreischende Makaken mit lila Haarbüscheln schwingen sich auf den größeren Riesen von Ast zu Ast und proklamieren das zur unterhaltsamsten Fortbewegungsart (irgendwie kommt man immer von A nach B).

Zwischen den Wurzeln alter Bäume hocken Druiden und simpeln über die wahre Art der Wurzelpflege mit Ajax. Dort hinten grummelt ein Schrat über seinem silbernen Teegeschirr und berichtet von eigennützigen Baumfällern, denen die Pflege des Waldes nichts bedeutet. Und während jeder so seine eigene Art im Umgang mit dem Wald hat, gibt es Indizien das hinter dem Wald eine andere Landschaft beginnt. Das Fällen, Pflegen und Katalogisieren beschäftigt alle jedoch so sehr, daß der Wald zur Bühne der ewigen kleinen Dramen gerät. Vergessen wird, das er eine Station auf der Reise war. Und wie jede Reise lebt auch diese von Bildern, die über den Wald hinausweisen, und die jedem wahren Buschmann Angst einflössen. So fällt jeder mit seinem je eigenen psychischen Repertoire über die Stationen einer äonenlangen Reise her und richtet sich im Maut ein, den die Mühle der eigenen Verzerrungen bietet.

Igendwann lichtet sich aber jeder Wald und wer dann den Wald nicht im Bewusstsein der Reise durchschritten hat, dem zerfallen Holz und Heldentaten zu unbegriffenen Details im Gepäck.

27.Januar 2008

4. Webmontag in Düsseldorf

Events - 16 Kommentare » 5:10 pm

Morgen ist wieder Webmontag in Düsseldorf und irgend-wer hat mich in eine Diskussion mit 3 Professoren geschickt. Die Äusseren Hybriden kommen mir im Moment äusserst paradiesisch vor.

Vielleicht hat das aber auch damit zu tun, das mich Fragen mit einem Zeithorizont umtreiben, den der normale BWLer nicht auf der Palette hat und ich glaube, das Utopien sich in Ideologien verkehren, wenn sie zu einfachen technologischen Trendfortschreitungen verkommen.

Im Gegensatz zu vor 10 Jahren ist das Internet heute nur eine von mehreren Technologien, die sich zunehmend exponentiell entwickeln und sich mit utopischem Potential aufladen.

Auf diesem Hintergrund wird immer wichtiger, nicht nur zu fragen in welcher Gesellschaft wir leben werden, sondern in welcher Gesellschaft wir leben könnten.

Wer das nicht beantworten will, wird sich in Zukunft ohne Vision mit einem Taschenmesser durch den Dschungel der Möglichkeiten durchwurschteln.

3.Januar 2008

Singularitätsaufwasch 2008

...was wyrd, Singularität - 7 Kommentare » 4:02 pm

Nach gesundheitlichem Schock, grippalem Schleudertrauma und Festtagsterror I am back again und will hier auf einige Kommentare aus dem letzten Jahr antworten. Möge es einer fruchtbaren, aber vor allem zivilen Diskussion dienen. weiterlesen …