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Siggis letzte Worte




27.Januar 2007

Elektrischer Reporter mit Podcast Award ausgezeichnet

Elektrischer Reporter, Events - Comments Off 6:25 pm

Der Elektrische Reporter ist gestern - während ich das Marissa Meyer Interview transkribierte und übersetzte - mit dem Podcast Award 2007 ausgezeichnet worden. Warum ich das erwähne? Nu ja. Einerseits weil Mario das definitiv verdient hat, andererseits weil der Wurmforsatz, der immer nach der Werbung kommt ein leichtes Bauchkitzeln verspürt an so einem erfolgreichen Projekt - wenn auch bloss nach der Werbung - beteiligt zu sein.

Marissa Meyer kommt wahrscheinlich dann am 5. Februar (ohne Gewähr). Das gesamte transkribierte Interview mit Marissa Mayer wird hier in deutsch und englisch erscheinen, was auch nötig sein wird, denn ihre Sprechgeschwindigkeit ist diesen technologisch beschleunigten Zeiten ebenbürtig.

25.Januar 2007

Internetzgedanken

Internet, Sonstwas - 1 Kommentar » 2:20 pm

Das was man sieht ist oft nicht das, was es bedeutet.
Das was es bedeutet, ist oft nicht das was intendiert wurde.
Das was die Intention befriedigen soll, kann nicht im Internetz abgebildet werden. Deswegen gibt es Kabel.

Das was gesucht wird, ist oft nicht das, was gefunden wird.
Das was gefunden wird, ist oft das Ergebnis einer verschwiegenen Intention.

Eigentlich ein ideales Umfeld für normale Menschen, die nie das wollen, was sie bräuchten. Wahre Konsumenten nehmen alles was sie nicht brauchen und fordern was nicht geht.

24.Januar 2007

Google und Wikipedia: ein C(r)ashkurs?

Internet, Wirtschaft - 8 Kommentare » 8:13 pm

Was kostet es eigentlich Google an Werbeeinnahmen, wenn es zur Gewohnheit wird bei einer faktischen Frage mit einer Suchkombination aus “Keyword+Wikipedia” sofort dahinzuclicken wo man nicht belästigt sondern einfach nur informiert wird? (Ungeheuerliches Ansinnen: einfach nur informiert werden wollen!)

google wikipedia trend

Wenn mein eigenes Suchverhalten und der Google Trend korrelieren, dann lauert da ein Groschengrab für Google.

16.Januar 2007

Cyc und Google: Totgesagte leben länger!

Beschleunigung, Beschleunigung der Beschleunigung, Computing, Künstliche Intelligenz, Prä-Singularität - 8 Kommentare » 11:57 am

Zukunft lebt nur in unserer Erinnerung. Wir kombinieren und morphen Bilder bis etwas entsteht dem wir das Attribut Zukunft zueignen.

Das Projekt Cyc ist eine der ältesten Ikonen der künstlichen Intelligenz, dessen Schöpfer Douglas Lenat in diesem Google Talk Video das über 20 Jahre alte Projekt und seinen heutigen Stand beschreibt. Die Schlüsse die Cyc ziehen kann, sind heute noch erstaunlicher als 1997, als ich Cyc in einem meiner ersten Vorträge über die technologische Singularität erwähnte. Und es wächst und wächst. Und dann in Minute 56 kommt ein sehr entscheidender Satz :

..so that we can achieve Sergey´s goal of general AI by 2020

Die Kombination aus Cyc und Google erscheint vollkommen natürlich. Und wenn es nicht Cyc sein wird, dann etwas anderes. Semantisches Verständnis ist die nächste logische Entwicklungsstufe von Suchmaschinen, die den Fluss des Wissens von der Frage zur Antwort auf diesem Planeten derart beschleunigen und rückkoppeln wird, das mir das Ziel 2020 nicht nur realistisch sondern leicht pessimistisch erscheint.

11.Januar 2007

Wer noch?

Singularität, Transformation - 1 Kommentar » 11:05 pm

Ich will den ganzen Dreck nicht. Der Mensch muss transzendiert werden, nicht das Humane. Seine biologisch bedingten Bedürfnisse können nur überwunden werden, wenn die Verbindung zwischen A und B in einem riesigen singulären Sprung durch verschwinden transzendiert wird. Radikal.

Evolution in dieser Hinsicht ist eine Abfolge von Stau und Entladung zwischen A´s und B´s. Überall wo eine Grenze und damit die Möglichkeit für einen Gradienten entsteht, entwickelt sich das Potential für eine zukünftige Entwicklung, die den Gradienten auflöst. Das Kabel ist ein Sinnbild für jede Unterbrechung und Disharmonie. Die Zwischenhändler aller Verbindungen zwischen A und B wandeln diese Gradienten solange in ihre eigenen kleinen Vorteile, bis die Spannung in einem evolutionären Schritt überwunden wird.

Natürlich kann man an den granularen Grenzen immer seine mentalen und ökonomischen Zelte aufschlagen und persönlichen Genuss und Identität zelebrieren.

Der Anachronismus jedes endlichen Spiels speist sich aus dieser Grenze. Diesen zu fürchten, heisst Omega zu sehnen.