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Siggis letzte Worte




31.März 2006

Morphender Roboter auf der Robo-one in Tokio

...was wyrd, Beschleunigung, Post-Singularität, Prä-Singularität, Robotik - 7 Kommentare » 3:14 pm

In diesem Videoclip ist ein Roboter vom 9. Rob-One Wettbewerb vom 18/19 März zu sehen, der die Funktion seiner 4 Extremitäten fliessend neu definieren kann. Aus einem Bein wird ein Arm, und umgekehrt.

Für Momente schob sich das Bild eines zukünftigen Roboters vor mein geistiges Auge: ständig morphend, gestaltwandlerisch, sich der Aufgabe bis zur Unsichtbarkeit anpassend. Irgendwo hatte ich das schon mal gesehen. Dann fiel es mir ein: Moravecs Roboterbüsche! Die finale Konvergenz aus AI, Nanotechnologie und Robotik! Wird es zwischen diesem lustigen kleinen Burschen (Ha, ha! Annegret, komm mal kucken!) und Moravecs Vision Verbindungsglieder geben? Ich meine: Ja. Und jeder der dazwischen liegenden Meilensteine wird uns schwerer im Magen liegen. Bis auch der letzte Depp den Watzmann sieht.

29.März 2006

Dysfunktionale Berichterstattung

Events, Prä-Singularität, Weltzustand, Wirtschaft - Comments Off 3:02 pm

Nicht alles was gewußt werden kann, wird auch wahrgenommen. Heute ist bei reddit an momentan 19. Stelle endlich ein Hinweis auf den Lagerauftrag, den Halliburton/KBR am 24. Januar auf ihren eigenen Seiten anzeigten. Der Mob nimmt es erst heute, schlappe 2 Monate später war. Das ist im Interesse derer, die später mal dort wohnen sollen, dysfunktional. Nicht disfunktional. Denn irgendwie - irgendwie - klappt die Berichterstattung ja. Aber was ist das für ein “irgendwie”, wenn eine Nachricht über einen 385Mio $ Lagerbauauftrag für Halliburton/KBR hier, in Germany auf meinen Seiten schon am 18. Februar zu lesen war aber sonst kaum wahrgenommen wird?

Trotz Internet, Blogs, RSS und was weiss ich noch alles: das Thema Relevanz steht noch ganz am Anfang eines heftig umkämpften Weges, der nicht zuletzt von jenen unter Beschuss steht, die derartige Meldungen lieber im Windschatten eines neuen iPod-Modelles absetzten. Wer ständig abgelenkt wird, muss sich nicht wundern, wenn er ausgeraubt wird…

28.März 2006

Webmontag in Köln (nachher)

...was wyrd, Beschleunigung, Events, Kreativität, Software - Comments Off 2:14 pm

Meine persönliche Freiheit liegt darin, solche Veranstaltungen durch einen nichtmerkantilen Filter schicken zu dürfen. Klar, das dann immer noch viel mehr übrig bleibt, als bei so etwas Bizarrem wie die öffentliche Vorlesung von Blogtexten.

In den produktiven Gesprächen mit Rainer Wasserfuhr und Philipp Lenssen kristallisierte sich für uns ein wichtiges Kriterium heraus: WOZU?

Das Kriterium WOZU ist eines, das sich nur aus einer je umfänglichen Zukunftsvision beantworten lässt. Je umfänglicher diese ist, gar sich den evolutiven Grundströmungen der Menschheit beigesellt, desto dynamischer, überzeugender kann ein Produkt, eine Demo sein. In dieser Hinsicht werden viele Pferde leider nicht genug vom Ende her aufgezäumt oder die Frage mit einem einfachen:”Mehr Hafer!” beantwortet.

Resumee: Verdammt viele, gute Rennpferde am Start, die definitiv nicht nur für Hafer rennen wollen.

26.März 2006

Webmontag in Köln (vorher)

...was wyrd, Beschleunigung, Events - 2 Kommentare » 11:43 pm

Die Denkfehler unserer wundersamen, egoischen Existenzen winden sich um die Phänomene der Welt, nur um sich in spielerischer Manier dem Sog der Zukunft und Vergangenheit zu ergeben. Wieviel von jedem, bleibt dem Wechselfall der persönlichen Prägung überlassen. Die Berührungsfläche mit dem Wunder jeder Zukunft ist seit je der Blindheit einer persönlichen Präferenz unterlegen, welche wiederum den grindigen Filtern unserer Ahnen ihre Grenzen verdankt. “Das verzogene Treusein unserer Gewohnheiten” findet ihre Fingerwärme in der geistigen Haltung des Feujetong oder in allem was uns lächeln lässt. Der schroffe Bruch des wahren Neuen lässt sich nicht in den Kreis einer Gemeinschaft einführen, es bildet Gemeinschaften. So sind Tiere eben.

Video über Lebensverlängerung

...was wyrd, Futuristik, Lebensverlängerung, Medizin, Nanotechnologie, Prä-Singularität, Singularität - Comments Off 2:21 pm

Das Immortality Institut hat einen 1h45min Video über Lebensverlängerung produziert, der über Google Video zur Verfügung steht. Rappelvoll mit Interviews der üblichen Verdächtigen, die seit Anfang der 90iger auf diesem Feld und der logischen Verlängerung “technologische Singularität” auffällig geworden sind. Das sagt sich so einfach im Jahre 2006, ist aber wieder nur ein Beispiel für beschleunigten technologischen Fortschritt. Damals nur Textfetzen in Lynx, das ich per Telnet in Freiburg auf einem Laborrechner starten musste um es über einen Zugang der Uni-Düsseldorf mit einem 12000er Modem rüber zu schaufeln - heute per Video und ein Click entfernt. So ein Video ändert natürlich nichts an den grundsätzlichen Problemen jeder Futuristik. Allenfalls, das die Eindrücklichkeit, mit der der Aufmerksamkeit heischende, serielle Kanal Video es ermöglicht aus Wahrscheinlichkeiten Bilder entstehen zu lassen, die eine unserer möglichen Zukünfte beschreiben. Um allen auf die Sprünge zu helfen, für die ein einfacher Textbeitrag nicht reicht um ihre Vorstellungskraft auf Touren zu bringen.

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