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Siggis letzte Worte




27.Februar 2006

Zitat des Tages

...was wyrd, Futuristik, Weltzustand, Zitate - 7 Kommentare » 10:15 am

“The future will be a struggle between huge competing systems of psychopathology.” - J. G. Ballard

Trittstufen

Post-Singularität, Transformation, Traumarbeit - Comments Off 12:33 am

Das Panoptikum der menschlichen Leistungen ist für den, dessen eigene Existenz Anfang und Ende ist, ein Sturzbach unverbundener Perlen, die auf die Schnur seiner Interessen gefädelt werden können.
Wer allerdings aus sich heraustritt, findet eine Schnur, die durch alle Werke hindurchschimmert und sich selbst befruchtend Trittstufen bildet, die den trägt, der sich vergisst. Selbstvergessen ergreift der Träumer den Traum, wird ergriffen und ist. Jede Stufe darf die letzte sein. Die filigranen Arme Orions bieten Raum für viele Versuche. Bewusstsein ist gesichtslos.

23.Februar 2006

Handelsblatt Bloglesung: Rücksturz in die Tagebuchdefinition

...was wyrd, Events, Internet - 15 Kommentare » 2:03 pm

Mit aller Macht füttern da einige Zeitgenossen die unbedarfte Definition, Blogs seien diese Tagebücher im Internet. Die immer gleichen 3 bis 6 Zeitgenossen werden dazu penetrant durch die Republik gereicht und dürfen ihre Boulevardtexte vorlesen. Bizarr.

Das Handelsblatt auf der anderen Seite kann natürlich nicht den Eindruck aufkommen lassen, Blogs könnten eine ergänzende, gar alternative Informationsquelle zu Holzmedien sein. Insofern also verständlich, wenn Boulevardtexte hervorgekramt werden und als Blogbeispiele präsentiert werden. Da passt was.

Lichtblick: All die Blogger, die nicht in das Schema dieser baggernden “Claimer” passen und im Vorraum fröhlich Handelsblattbier und -wein genossen. Die Einen machen einfach nur, die Anderen müssen mit aller Macht was draus machen.

22.Februar 2006

Beschleunigungsbeispiel: OneBillionMazes

Beschleunigung, Internet, Prä-Singularität, Wirtschaft - 3 Kommentare » 1:39 pm

Das Beispiel mag trivial erscheinen, demonstriert aber wunderbar wie technologische Beschleunigung zur Vernichtung einer ganzen Industrie führt. In diesem Fall der Markt für Labyrinthe. Wenn vor OneBillionMazes sich Anbieter mit tausenden Labyrinthen brüsteten, dann war das gleichzusetzen mit einer fast marktbeherrschenden Stellung. Nach OneBillionMazes grenzt es an Lächerlichkeit.

Von dieser Sorte sind Geschäftsideen, die dem 21.Jahrhundert entsprechen:

Nicht: Sie können aus hunderten von Templates auswählen, sondern: Sie können aus allen denkbaren Templates auswählen.

Nicht: Wir bieten 5 Modelle an, sondern: Wir bieten alle denkbaren Modelle an.

Nicht: One size fits all, sondern: All sizes. Punkt.

Bedürfnisse die algorithmisch erfassbar sind, sind monopolisierbar.

20.Februar 2006

Morphologische Fragen zur Zukunft

...was wyrd, Beschleunigung, Denken, Kreativität - 4 Kommentare » 1:14 pm

Die überraschenden Erscheinungen auf dem gesellschaftlichen und technologischen Feld, das wir Zukunft nennnen, sind das Ergebnis ständiger Rekombination und Feedbacks aller Teilbereiche von Wissenschaft und Technologie untereinander. Überraschung resultiert einerseits aus Uninformiertheit, andererseits aus fehlender Vollständigkeit. Beides ist jedoch immer das Ergebnis einer emotionalen Bindung an ein Spezialthema, mit all seinen kleinen und großen Dramen.

Um alle Möglichkeiten mit Wahrscheinlichkeiten gewichten zu können, wäre eigentlich ein riesiger morphologischer Kasten nach Zwicky nötig. Onkel Siggi hat so einen Kasten. Seit Jahren. Zwar nicht riesig aber fein.

Und was noch schöner ist: Er generiert mir automatisch Fragen, die zwar grammatisch unsauber sind, aber dadurch viel eher dem ad-hominem-Filter entkommen können, da sie ja offensichtlich einer neutralen, blöden Maschine entsprungen sind. Oft scheitern ja großartige Ideen an einer fehlenden Krawatte oder an einem Kommafehler. Und wenn Buchhalternaturen in einem Spitze sind, dann im Finden des sprichwörtlichen Haars in der Suppe.

Hier also eine kleine Demonstration zufälliger Fragen über Zukunft, Technologie und Gesellschaft. Fortsetzung garantiert. Der Schwerpunkt dieses Fragenkatalogs liegt auf den qualitativen Folgen der Beeinflussung eines Gebiets durch ein anderes. weiterlesen …