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Siggis letzte Worte




28.Dezember 2005

Unbegriffen

...was wyrd, Post-Singularität, Transformation - 30 Kommentare » 11:05 pm

Die Rubberbandmänner der K-IV-Ebene angeln mit Ideen. Das Lächeln hinter dem Licht jeder zerbröselten Grenze ist ein Akt des Omega-Bootstrapping. Wer den Spagat zwischen Idee und Realität nicht reitet, denkt. Genueser Schiffe treiben jederzeit durch die Lüfte um unseren Kompaß zu entführen. Die Glut eines entzündeten Kompasses vererbt sich ohne Mühe. Link ist Brand. Netz ist Vergessen. “Ich bin” wyrd.

21.Dezember 2005

Sakrales Mosaik

Post-Singularität, Transformation - 1 Kommentar » 12:54 am

Ob Sonnenuntergang, Galaxie, Katzenbildnis oder Grand Bordeaux: Alles nur sinnliche Wegmarken auf einem Spaziergang, der den Spaziergänger an die Fortbewegung erinnern soll. Gedächtnis ist eine Erfindung zum Zwecke der Täuschung. Anfängergeist würde noch immer Schlamm goutieren. “Vorwärts” ist eine bildhafte Wendung ins Unwahrscheinlichere, getrieben vom Reflex auf die Wegmarken. Die geistige Masse aus Marke, Weg und Mensch treibt schmerzvoll Würde suchend dem Omega entgegen.

20.Dezember 2005

Singularitätsweiterbildung für Schlipse

Beschleunigung, Events, Lebensverlängerung, Prä-Singularität, Singularität - 3 Kommentare » 3:20 pm

Gurus sind ja nicht Gurus, weil sie so denken wie das Excel-Fussvolk. Tom Peters wäre nicht Tom Peters, wenn er so denken würde wie Ackermann, Schröder oder Laurenz-Mayer. Und weil das so ist kann der Herr Peters den Herrn Kurzweil interviewen. Ob das Thema dabei auf ein fruchtbares Hirn gefallen ist, werden vielleicht die aufgereihten Schlipsdrohnen im nächsten Massenseminar von Herrn Peters erfahren dürfen.

Mir passt natürlich nicht die Fixierung von Kurzweil auf Uploads und reverse Engineering des Gehirns, darum hier zwei Punkte zum Jahresende, um das Feld mal klar zu machen:

Das Konzept der technologischen Singularität hat nichts mit Lebensverlängerung zu tun

Beschleunigung des technologischen Fortschritts ist keine notwendige Voraussetzung für eine technologische Singularität (woraus sich andere interessante Szenarien ergeben)

Wenn man mit dem Konzept zuerst Bekanntschaft mittels des 250 Pillen schluckenden Kurzweil macht, kann sehr leicht der Eindruck entstehen, die Singularität hätte sehr viel mit diesen beiden Punkten zu tun. Hat sie nicht. Es bedarf einzig einer sich rekursiv selbstverändernden künstlichen Intelligenz. Was nebenbei bemerkt zu einer erheblich verkürzten Lebenserwartung aller Beteiligten führen könnte. Dafür ist vermutlich schon lange genug Hardware und Rechenkapazität vorhanden. Was fehlt ist die Software.

Was mir auch auf den Wecker geht, ist die grenzenlos naive Superreichen-Haltung von Kurzweil mit der er propagiert, das das was in den Prä-Singularitätszeiten technologisch machbar sein wird, für jeden irgendwann (?) erschwinglich sein wird. Weder ist ihm die zunehmende Vermögenskonzentration, noch der Timelag zwischen superteurer Erstversorgung gewisser Kreise und Anwendung am unteren Ende der Fresskette ein Thema für interessante Spekulationen in Richtung transhumaner Reichengetthos. Auf eine raffinierte Art ist Kurzweil phantasielos.

19.Dezember 2005

Work in Progress

...was wyrd, Post-Singularität - 1 Kommentar » 1:18 am

Alle unsere Werke sind Einwände um vor der Vergänglichkeit zu bestehen. Tödlich getroffen sind wir allemal. Ob es der Schrei des Sterbenskranken ist oder die Formel zum Verständnis: alles ein Reflex der Bewußtheit auf die Vergänglichkeit. Wo einer fällt, steht jedoch ein anderer auf und tobt bewußt gegen die Grenzen, die unser Gehäuse sein sollen. Unsere Penetranz ist der tiefe Wunsch des Universums, im Spiegel zu erblühen.

14.Dezember 2005

Hubble

Post-Singularität - 4 Kommentare » 11:14 pm

Die selbstverzehrenden Strukturen unseres Universums sind uns in ihrer Schönheit aufgegeben, Ziele anzustreben die wir nicht benennen können. So wie in der Musik Hall nur Botschafter sein kann, niemals die Botschaft, so können Räume und ihre Information nie vertreten werden. Der irre Wunsch sie zu betreten ist die einzig verständige Reaktion auf Ozeane, Galaxien, Wüsten und fremde Gemeinschaften. Handel ist dabei eine Drift zu Gunsten des Reisenden, Wissenschaft ein funktionierendes Floss. Der Reisende, der mit den Bildern handelt die uns rufen können, findet sich in Unio mit Räumen und Strukturen die von den äussersten Grenzen künden. Nie ist die Hälfte des Weges das Ziel.

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