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Siggis letzte Worte




30.November 2004

Nicht das es wichtig wäre, aber…

Medizin, Transhumanismus - Comments Off 12:50 am

Aber vielleicht ist Christopher Reeves ein paar Monate zu früh gestorben. Wenn es stimmt was die Korean Times berichtet, ist es koreanischen Forschern gelungen mittels Stammzellentherapie eine gelähmte Frau soweit zu heilen, das sie zumindest mittels einer Gehhilfe wieder stehen und vielleicht sogar wieder gehen kann. Nach 19 Jahren.

Auch wenn das Ergebnis nicht reproduzierbar sein sollte, oder nur in bestimmten Einzelfällen klappt: Der Weg ist klar vorgezeichnet. Die Auseinandersetzungen, die sich noch an der Stammzellentherapie entzünden werden, erinnern mich an den flammenden Wiederstand, den gewisse Kreise der Kirche im 19. Jahrhundert der Anästhesie entgegengesetzt haben: Schmerz sei ein Mittel der Läuterung. Fortschritt hat viele Feinde, in vielen scheinbar humanen Verkleidungen. Was Glauben und Wissenschaft trennen ist jedoch die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

Nachtrag und Frage 7.8.05: Warum erhalte ich seit gestern so viele Hits auf diesen Eintrag?

29.November 2004

Vorne ist, wo unsere Träume weben

...was wyrd, Beschleunigung, Künstliche Intelligenz, Prä-Singularität, Software - Comments Off 12:14 am

Nicht das Amazon schon fertig wäre. Nicht das eBay am Ende angekommen ist. Blogger.com seinen Höhepunkt überschritten? Google schon abgetrocknet?

Was vor uns liegt, wird in jedem Fall ein Inkrement der Gegenwart sein. Evolution ist nicht allein für Schmetterlinge. Etwas das formuliert werden kann, beschleunigt seine eigene Manifestation. Im Mahlstrom der Prä-Singularitätszeit ist jede Äusserung Bodenbelag oder manifestierender Beat. Vorwärtsstürzen ist die einzige Qualität, die einer authentischen Stimme gemäss ist. In der Verantwortung lebend, das Bilder wahr werden. Es gibt keine Abweichung vom Mittelmass. Sondern nur Existenz die sich erinnert. Oder eben nicht.

In dieses Meer aus Information wird AI fallen.

27.November 2004

Gregory Bateson wäre Hundert

...was wyrd, Denken, Events, Transformation - 1 Kommentar » 11:53 pm

Gregory Bateson hatte letztens Geburtstag. Das übliche halt. Von diesem Herrn habe ich einiges verschlungen. Verdaut? Wer weiss.

“Nicht einfach, diese kybernetische Deutung von Gregory Bateson. Nicht beruhigend. Nicht unterstützend. Nicht lieblich. Das Zentrum verschwindet und der Mensch verschwindet; and an seiner Stelle erscheint das metaphysische “Ich”. Also entlasse dich selbst; entspann dich: Es gibt nichts zu verlieren.” Sagt Brockman. Und das heisst was?

Das Geschäft läuft auch ohne das Verklickern von hyperneuen Nachrichten in Blöggchen. Just in den letzten Tagen rauschten die sogenannten “News” an mir vorüber wie immer und ich starrte auf den Monitor. Die standardisierte Reaktion wäre die eines PR-adjustierten Weitergebers. Mit der Souce des Meinens garniert, bestenfalls mit der Nonchalance des ERSTER!

Erforscht man jedoch seinen existentiellen Weg, sind Fakt, Knoten und Muster Wirkhierarchien der eigenen Suche. Wobei das Muster immer höher zu werten ist als ein Fakt. Zumal, wenn man es nur weitergibt. Explizite Muster sind nicht jedermans Sache. Und die bateson´sche Suche nach dem Muster hinter dem Muster schon gar nicht. Mustererkennung braucht Zeit. Haben wir die?

21.November 2004

Yehuda Yudkowsky

...was wyrd, Lebensverlängerung, Medizin, Soziologie, Transformation - Comments Off 12:35 am

Wut ist eine unspirituelle aber produktive Motivationsstrategie. Elizier Yudkowskys jüngerer Bruder ist mit 19 Jahren verstorben. Was sich in der Reaktion der Singularitätsanhänger zeigt, ist ein Schlag ins Gesicht aller kurzsichtigen Touchie-Feely-Technologiekritiker: Nicht Technologiegläubigkeit oder Spieltrieb motiviert viele der aktiven Singularitätsanhänger, sondern bedingungslose Liebe und Respekt zum Leben. Wer sich einem konsequenten naturwissenschaftlichen Weltbild verschrieben hat muss auch verkraften das der Tod eines Menschen ein unwiederbringlicher Verlust ist. Diesem Schock kann man natürlich leicht ausweichen indem man sich mit religösen Weltbildern sediert. Die in vielen Schattierungen stattfindende Identifikation mit dem Aggressor - wie Elias Canetti die philosophische oder religöse Rationalisierung des Todes nannte - wird in Singularitätskreisen nicht akzeptiert.

Den Tod bis aufs Messer bekämpfen, Leiden nicht akzeptieren durch jahrzehntelange Meditationsgehirnwäsche und stattdessen Menschen wie Aubrey de Grey oder Elizier Yudkowsky unterstützen sind meines Erachtens Reaktionsweisen die einem aufgeklärten Menschen gemässer sind. Der Schmerz wird bleiben. Wie lange noch, entscheiden wir selbst.Vielleicht sind wir die erste Generation der dämmert, das Tod nicht sein müsste und das damit das einmalige Potential eines Menschen nicht vor seiner Entfaltung erlöschen muss.

Wenn, ja wenn… nicht der Mahlstrom der Mittelmässigkeit seit je jeden Versuch aus dem Gefängnis der Konsenshypnose auszubrechen mit - nun, sagen wir: Unverständnis in allen seinen kreativen Spielarten belohnen würde. Es dämmert mir, das die eigene Stellung zum technologischen Fortschritt letztendlich eine Position zu den beiden Problemen der menschlichen Individualität UND des Todes ist. Alles andere leitet sich daraus ab.

10.November 2004

Norbert Wiener, CYBERNETICS 1948

Futuristik, Sonstwas, Zitate - Comments Off 9:34 pm

OF course, just as the skilled carpenter, the skilled mechanic, the skilled dressmaker have in some degree survived the first industrial revolution, so the skilled scientist and the skilled administrator may survive the second. However, taking the second revolution as accomplished, the average human being of mediocre attainments or less has nothing to sell that it is worth anyone´s money to buy.

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