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Siggis letzte Worte




31.Oktober 2004

Weiter

...was wyrd, Sonstwas, Transformation - 1 Kommentar » 1:47 am

Das ist ein großes Rätsel, diese unsere Existenz. Es wogt hin und her und der Schmerz spielt sein Stelldichein, die Freude tanzt mit dem Glück einen Tag lang. Das Ich blickt auf die Spanne und zählt Bits. Wägt Szenarios, entdeckt Pfade, die der spirituellen Folklore verborgen bleiben. Dies und Das wird geschehen, und den Moment blenden. Was uns jedoch taub machen könnte gegen den Lärm, ist die Frage ob es Fortschritt gibt. Wenn ja, dann ist dem gelebten Moment die Möglichkeit eines individuellen Wirkungsquantums eingeprägt, das auf ein Omega hinstrebt. Daran scheitern ist fruchtbarer als jeder Erfolg.

23.Oktober 2004

Die Reise des Genotyps…

...was wyrd, Beschleunigung, Soziologie, Transformation - Comments Off 12:00 am

…ist eine Eiswüste für jedes Element. Sicher im Warmen stehen und auf die Wüsten schauen, die mit dem Begriff Evolution entschärft werden sollen, möchte jeder. Aber nichts da, hier wird täglich der Reifen geschmirgelt. Hin und wieder rotten sich die Elemente zusammen wie auf der Pop-Tech und rätseln was da gerade angerichtet wird und obs wyrd. Wer den Blick auf die Art nicht wagen möchte, blendet sich mit kurzfristigerem Zählwerk, wie News, Gadgets, Memen und Positivkissen. Kann immer schneller bedient werden. Der Blick auf das große Wozu wird (wyrd? - nein) wohlfeil erstickt. Aber selbst wer Zugang zu einer der vielen anthroplogischen Varianten der Sinnversicherung hat ist dabei ein Rennen zu verlieren. Das Rennen zwischen Phäno- und Genotyp.

19.Oktober 2004

Jetzt: Kombinatorische Komplexität

...was wyrd, Beschleunigung, Internet, Soziologie - Comments Off 1:32 pm

Seit 2 Tagen geht mir ein Begriff den ich bei Clay Shirky aufschnappte nicht aus den Lobi: Kombinatorische Komplexität.

Genau das ist es was wir gerade beobachten können. Die kombinatorische Zusammentstellung von qualitativen Relationen. Leider so viel das es gleichzeitig komplex wyrd. Ein evolutionärer Schrotschuß um etwas zu installieren, das jemand in den dortigen Fussnoten als “computer-mediated noosphere” bezeichnet. Bingo.

Die Rekombinatorik jeglicher sozialer Qualitäten sind seit je der Gradient, aus dem die Dynamik gesellschaftlichen Lebens ihre Kraft gewinnt. Nun jedoch global (planetar, wie Chardin sich beliebt auszudrücken), technisch vermittelt und lediglich an Sprachgrenzen gebunden. Die revitalisierende Dynamik, die dabei von Subkulturen (im soz. Sinne) ausgehen kann, gewinnt damit beschleunigende Vehikel. Reed´s Law rulez! Und Metcalfe verkauft das Hardwarezwischen. Netze in Netzen in Netzen…Kultur wird zur Summe dieser Netze. Da man nur an einer begrenzten Teilmenge an Netzen teilhaben kann, stellt sich die Frage nach den Prioritäten, die man aus dem eigenen Wertesystem ableitet. F.f.

17.Oktober 2004

Geistestraining

...was wyrd, Beschleunigung, Denken, Kreativität, Prä-Singularität, Soziologie - Comments Off 10:48 am

Für die vor uns liegenden Zeiten ständigen technologischen Wandels und die sich ständig akkumulierende Befähigung ist ein kompletter Mind-Wandel nötig. Die Basis ist faktische Informiertheit, also Aggregatorenoverflow und naturwissenschaftliche Grundbildung.

Sorry. Da retirieren schon viele lieber in den Liegestuhl. Auf dieser Fülle hockt ein Geisteszustand der intuitiv arbeitet und den “Vektor” in Millisekunden erkennt. Rational lässt sich natürlich die Bedeutung eines Faktoids nachträglich ableiten, aber der eigentliche Akt des Erkennnes entsteht in sehr kurzer Zeit. Nicht unähnlich der Qualität eines großen Kunstwerks: ES springt einen an.

Alles andere ist Marketing und Berlin-Mitte-Sprech. In Abwandlung des Klassikers von Bruno de Finetti: Die Kunst des Sehens in der Mathematik, Birkhäuser Verlag, Basel 1974 könnte man formulieren: Die Kunst des Sehens in beschleunigten Zeiten.

16.Oktober 2004

Dringlichkeit - Urgency

...was wyrd, Beschleunigung, Prä-Singularität, Wirtschaft - Comments Off 10:20 pm

Tom Peters stellt neuerdings die Eieruhr auf 26 Minuten. Der Takt, in dem Fabriken in China plöpp machen. Das Thema: Urgency. Nicht die aufgeregte Teenieunruhe oder das hyperaktive Erfolgseminarhüpfen. No. Der Laden nimmt einfach nur Tempo auf und der Druck der Beschleunigungswelle trifft in Deutschland auf Landschaften, die Unterwassergespräche führen. Führen werden. Dringlichkeit erschliesst sich nur dem, der Vokabeln wie “zielführend” fallen lässt, im Ausstausch gegen generelle Zukunftslust. Zitat Snatch: Ich bekomme Sodbrennen. Tun Sie etwas Schreckliches. Etwas schrecklich Schönes. Hören Sie Björk.