Alltäglich (25)

Es ist mir ein immerwährendes Wunder wie Menschen aus ihren Tiefen die Emphase hervorarbeiten etwas zu vertreten, um diesem dann das Siegel der Wahrhaftigkeit zu verpassen. Stimme, Haltung der ganze Primatendruck wird – natürlich ganz entspannt – in die Waagschale geworfen um derselben das Wägen zu verunmöglichen. Ostentativ ist ein Wort das in seiner Spröde dem gerecht werden könnte. 20 Jahre später erinnert man sich selten an die Torheiten, denen man sich nur um des Eindrucks willen vor sich selbst und anderen hingegeben hat. Und so kommt es dann, das Ältere oft einsilbig werden wenn sie dieser entwicklungsebenenspezifische Druck umgibt. Ein Druck der oft zum Spiegelvakuum wird. Eine vertrackte Brücke die selten auf gleicher Augenhöhe überschritten werden kann. Um gerecht zu sein: nie. Schweigen.

Supi: Am Puls der Zeit (Kapitel: Sprachseuchen)


Ich wollte es eigentlich seit Monaten ignorieren, aber jetzt, wo ich in einer privaten Mail durch einen guten und intelligenten Freund damit konfrontiert wurde, muss ich mich in aller Form und öffentlich gegen den Gebrauch von

"Supi"!

wehren! Was ist mit dieser Loooosernation los, das sie sich dem mentalen Virus einer infantilisierenden Verkleinerungsform eines ehemals geschätzten Superlativs hingibt? Können sich nur noch alte Säcke wie ich daran erinnern, wie das linguistische Unterbewusste ca Anfang der 70iger mit Freude und Lust den Gebrauch von Superlativen überhaupt entdeckte? Echt super! Das war eine Errungenschaft. "Super"!

Und nun seit Monaten das: "Supi"! Igitt! Blärgh... Den Schaden den ein zurückgenommener Superlativ in den Hirnen der Sprachnutzer anrichtet, mag ich nicht fühlen. Alles in mir weigert sich dieses Wort (nein: Wörtchen) zu nutzen. Leute, Leute: Kann - nein - darf man einen Superlativ diminuieren? Klar, man darf. Man darf alles.

Man muss nur bereit sein die Folgen zu tragen. Aber vielleicht ist es auch nur eine nacheilende, sprachliche Anpassung an die gesellschaftliche Inferiorisierung breiter Gesellschaftsschichten und ihrer gescheiterten Erfolgsaussichten. Nacht Mattes! Damit ist keine Zukunft zu machen. Sprachhygiene ist Psychohygiene. Und wie Boris schon sagte: 90% des Spiels wird im Kopf gewonnen!

Darpa Grand Challenge Status

Es sieht schockierend schlecht für alle Romantiker der Landstrasse aus. Damit hätte ich nicht gerechnet. Nächstes oder übernächstes Jahr, klar. Aber jetzt schon?! Zur Zeit liegt das Red Team nach

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Google und Wikipedia: ein C(r)ashkurs?

Was kostet es eigentlich Google an Werbeeinnahmen, wenn es zur Gewohnheit wird bei einer faktischen Frage mit einer Suchkombination aus „Keyword+Wikipedia“ sofort dahinzuclicken wo man nicht belästigt sondern einfach nur

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Geld gegen Macht

Das Reichtum nicht unbedingt in gnadenlosem Opportunismus enden muss, dafür ist George Soros ein seltsames Beispiel. Im Moment wirft er seine Dollars in die Schlacht gegen Bush. Und nun mischt

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Zurückfinden um voranzuschreiten

Die Rückversicherung auf die eigenen Wurzeln ist oft nur ein emotionaler aber funktionierender Trick, um in sich ständig Veränderndes einzutreten, ohne wesentlich verändert zu werden. Wir benötigen einen konstanten Kern

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Umgeschaltet auf WordPress!

Vielleicht fällt dem ein oder anderen auf das hier irgendetwas anders ist. Ist es. Ich bin desertiert von Movable Type nach WordPress. Während dieses Umzugs fiel mir noch nebenbei auf das Movable Type nicht unanfällig für Cross Scripting ist. Wusste das jemand? Mir fiel es nur auf weil ich per FTP in meine serverseitigen Archive geschaut habe. Macht man ja nicht alle Tage. Meine Entdeckung: Es gibt Kommentarspam der nicht in der Adminoberfläche von MT erscheint aber in den Archiven dranhängt. Ich kann nur hoffen das sowas bei WordPress nicht der Fall sein wird. Die RSS und sonstigen Feeds klappen aus mir noch nicht bekannten Gründen nicht. Die Umlaute der aus Movable Type importierten Beiträge fallen im Moment noch der anglophilen Weltsicht zum Opfer.Irgendwie drängt sich mir bei serverseitigen Installationen eine Erinnerung an DOS-Zeiten auf. Man weiss nie was passieren wird und ob es überhaupt laufen wird. Da scheint mir ein Technologie-Lag von fast 20 Jahren fröhlich seine Priester zu ernähren…

I , Robot

Heute läuft in Amiland die Verfilmung des Asimov-Klassikers „Ich, Robot“ an. Hollywood verhält sich da nicht anders als Washington: rücksichtslos. Jedem sein Script nach Massgabe seines Horizonts. Was jedoch viel wichtiger ist: Das Singularity-Institut rund um Elizier Yudkowsky nimmt diese Gelegenheit zum Anlass, um auf sich und die sehr großen Lücken in den 3 Robotergesetzten von Isaac Asimov hinzuweisen. Die nahe Zukunft könnte sich allerdings Dank der großen Trends als so „Uberweird“ herausstellen, das die Diskussion über freundliche Roboter zu einer Fussnote in der viel wichtigeren Diskussion um ethische AI degeneriert. Oder eben einem Sommerblockbuster.

Archetypen im Traum

In einem Anfall von Html-Table-Wahn habe ich irgendwann einmal diese Tabelle der Archetypen , wie sie als Traummannschaft vorkommen können angefertigt. Danach habe ich zwar von tables geträumt, hatte aber eine schöne Übersicht über die Archetypen im Traum, wie sie Strephon Williams in einem seiner Bücher zusammengefasst hat. Nun also für die Mitwelt und ohne Musik.

Text zum Luziden Träumen

Vor langer Zeit habe ich auf einen österreichischen Wunsch 😉 hin einmal einen längeren Text zum Thema Luzides Träumen zusammengestellt, den ich für mich selbst noch weit länger als Mindmap auf der Platte rumfliegen hatte. Er ist in jedem Fall als unredigiertes Exemplar zu verstehen. Alles Praxis-proofed. Hier also der Text über Luzides Träumen. Kommentare zum Text einfach hier drunter setzen.

Liebe ZDF-Leser!

Leider musste ich die Kommentarfunktion wegen sogenanntem Kommentarspam abstellen. Unangenehm. Somit bleibt nur die schlichte Lektüre. Kommentare bitte ich an meine durchaus hier findbare Email zu schicken oder sich in den Bart zu grummeln. Ansonsten viel Spass. Bitte geben Sie acht auf die chinesische Mingvase da vorne. Schuhe ausziehen ist nicht nötig. Alle Räumlichkeiten hier sind gut belüftet aber die Schnittchen sind leider aus.

Nachtrag: Der ZDF-Artikel in der Abteilung Computer

Nachtrag 2: Einige Kommentare sind offen. Zumeist die der letzten Einträge. Bis die Spammer darüberherfallen.

Nachtrag Feb 2005: Fast alle Kommentare sind offen, dank Spam-Karma.

Improvisation

Endlich habe ich es geschafft die Technik so zu domestizieren das ich nur auf eine Taste drücken muss, damit mitgeschnitten wird. Der Sound ist Mono, verrauscht und manche würden sagen unprofessionell, aber was nützt der „Sound“? Mit perfektem Sound ist heute keine müde Mark – eh Euro – mehr zu machen. Als Musiker geht der Marsch direkt ins 19. Jahrhundert: der reisende Musikant. Einzig Auftritte werden in Zukunft noch die Miete bringen. Also lassen wir doch das Gefrickle am „Sound“. Obwohls „schön“ ist.