Geld gegen Macht

Das Reichtum nicht unbedingt in gnadenlosem Opportunismus enden muss, dafür ist George Soros ein seltsames Beispiel. Im Moment wirft er seine Dollars in die Schlacht gegen Bush. Und nun mischt er sich auch schreibend in den Wahlkampf ein. Ein Milliardär, dem eine Clique von Millionären so sehr ein Dorn im Auge ist, das er aktiv wird.
Er bezeichnet das amerikanische Streben nach Vorherrschaft mit einem Begriff aus seinem Arbeitsumfeld: Eine spekulative Blase! Wie jede spekulative Blase, so wird auch hier der Trend durch falsche Voraussetzungen vorangetrieben. Ideologie nennt man das wohl. Was passiert allerdings wenn eine Ideologie-Blase platzt?

Zweibeiner und ihre Landkarten

Metaphern helfen die Bedeutung individuellen Lebens zu deuten. Den Kosmos in Metaphern fassen zu wollen ist gigantischer Reduktionismus.

Gerüchten zu Folge jagen Aborigines ein Kängeruh indem sie dieses für einen Menschen zu schnelle Tier zu vielen Fluchtsprints veranlassen, nur um es zu erschöpfen und im letzten Akt durch Annäherung in Sicherheit zu wiegen, die das erschöpfte Tier auch gerne ausnutzt. Wenn dann der letzte Angriff erfolgt reagiert es zu langsam.

Unsere täglichen Dramen können innerhalb dieser Metapher in 3 Positionen wahrgenommen werden. Jäger, Gejagdter und Jagdbeobachter.

Der Kosmos ist weder Jäger, noch Gejagdter, noch Beobachter.

Fortschritt und Höherentwicklung

Jegliches Kreisen um den Begriff des Fortschritts muss sich früher oder später immer der Frage stellen ob es eine geordnete Abfolge von Stufen gibt. 2 folgt zwar auf 1, aber ist 2 deswegen schon „höher“ einzustufen als 1? Unter folgenden Bedingungen: Kickt man 1 und geht 2 daraufhin in die ewigen Jagdgründe ein, so war 1 notwendige Grundlage für 2. Umgekehrt: Verdörrt 2 und 1 erfreut sich weiterhin des blauen Himmels, dann war 2 zwar auf 1 angewiesen aber nicht umgekehrt.
Anzuwenden auf die Taxonomie von Technologien, Gesellschaften und Entwicklungsniveaus von Individuen.

Marschbefehl in die Blogosphäre

Bill steht vor den Toren. Auf dem jährlichen Ceo-Summit hat Bill Gates jedem der Anwesenden sowie Warren Buffett erklärt das Blogs und RSS „cool“ sind. Scoble schwört zwar das niemand etwas befürchten muss, aber…na ja. Six Apart, Userland, Blogger und alle anderen die Blogsoftware herstellen werden nun wissen welches Stündlein geschlagen hat. Das Bloggen eine „no-Microsoft software-required“-Zone darstellt dürfte der Rentenversicherung Amerikas ein Dorn im Auge sein.
Was nun passiert? Die Chefetagen werden beginnen Expertise einzuholen. Wenn Bill sagt das Bloggen der Produktivität dient muss wohl was dran sein. Der Spass dürfte damit wohl vorbei sein. Tun wir´s trotzdem.
Wenigstens braucht man demnächst nicht mehr so viel erklären. Oder nur gegen Honorar.

Kollektive Intelligenz ad MT

Das ganze andersherum. In einem Beitrag drüben erwähnt Herr Por die Weisheit der Massen. Unter welchen Bedingungen ist die Masse schlauer als ein Six Apart? Und zählt auf:

  • Unterschiede in der Meinung
  • Unabhängigkeit der Teilnehmer voneinander
  • Dezentralisation
  • Eine gute Methode um Meinungen zusammenzuführen.
  • Sorry ob der ad hoc Übersetzung.
    Nun, das sind Elemente wie sie mir im MT-Debakel enthalten zu sein scheinen. Ein Akt kollektiver Intelligenz. Ausagiert in für Schlipsträger atemberaubender Geschwindigkeit. Wer auf irritierende Akte der globalen Intelligenz wartete, der wird hier bedient. Kein glühen oder levitieren. Nein, ein Kollektiv das sich in kein Vereinsregister eingetragen hat, handelt innerhalb von Stunden. Da liegt noch ein Kern, zu dem vorzudringen mir schwer fällt. Dieser Akt der Dummheit und Fehleinschätzung wurde ausagiert und vorangetrieben von emminent exponierten Personen der Cyberschickeria. Welcher Teil des Scheins dieser „modernen“ Personen ist massivstes Gestern? Wo finden wir dieses massive Gestern noch im Gewand der Moderne? Wer ist hier gescheitert? Was ist hier gescheitert??

    Phäno und Genotyp des Pagerankings

    Ein späte-Stunde-Gedanke.
    Jede Äusserung im Netz ist Vertreter des Phäno- oder Genotyps. Institutionen wie Universitäten, Medienpochtale oder Firmen die ein hohes PR haben sind die jeweiligen Grenzen des Genotyps. Der Phänotyp des Informationszeitalters wird durch Frau Ingeborch oder Lu vertreten, die ihre sehr subjektiven Krisen in den hallenden Spiegelsaal des Zwischennetzes stellen.
    Alles findet statt und wird in den Reisswolf der Relevanz geschickt durch unser aller Google oder sonstiges Spinnengetier. Aber wird Relevanz nicht letztendlich vom Ende her definiert? Von der Antwort auf die ontologische Frage? Oder ihre Vernutzung im fetten Wozu?
    Womit wir wieder bei Teilhard sind und seinem Omegapünktchen (Ausdehnung ist ja wohl lächerlich in solchen Belangen). Die ultimative Relevanz ergibt sich (denkt S.B in D.) nur aus der Teilnahme an diesem Streben auf diesen Punkt hin. Sei es eine Singularität, ein Omega oder wie bei Tipler eine Art Computronicum.
    Und wenn bei Google halbwegs fitte Burschen sitzen, dann denk ich mir das sie eher auf den Informations-Vektor des Genotyps setzen. Weswegen die Vertreter des subjektiven Krisencontents mittelfristig wohl gekickt werden…Oder so. Vielleicht. Ende und Nacht.

    Global Play

    Spieler in einem Spiel. Das Tor ist torlos und der Preis Bewusstheit. Der Ball ein Text oder Schweigen. Jede wirkliche Flanke wird erst im Tor (siehe torlos) einändig beklatscht oder in Geschichtsbüchern mit fremden Gefühlen belegt. Vereinsbildung auf dem Spielfeld wird mit Mitgliedschaft bestraft und findet unter Einfaltung der Öffentlichkeit statt.
    Blog away.