Life long learning

Was mich an diesen „life-long-learning“-Sermons irritiert ist, das da immer 2, 3 Honchos (Asimov… etc) durch den Interviewring gezerrt werden und ansonsten sich quer durch die Landschaft (Blogs etc) Mitzwanziger, manchmal 30iger mit quasireligiöser Inbrunst dem Thema in welchem Format auch immer widmen. Da dünkt mich die Behandlung des Themas oft wie die Expertise eines Sprinters, der vom Marathon schwärmt. Vorauseilender Erwerbsproselytentumgehorsam, denk ich mal.

Systemtheorie verstehen

Wer systemtheoretische Lektüre nach dem ersten Lesen verstanden hat, ist verdächtig: entweder ist er ein Genie, oder – und das scheint empirisch der häufigere Fall zu sein – er hält sich nur für ein solches.

Helmut Willke, Systemtheorie I: Grundlagen, 7. überarbeitete Auflage, 2005, S.12

Jimmy Raney Transcriptions und Solos

Sein jüngster Sohn pflegt den Nachlass. Einige solos inklusive Transcriptionen.
Anekdote: Hab mal an einem Workshop mit Jimmy Raney und Attila Zoller teilgenommen. 80DM und 5 Teilnehmer. Sozusagen also Jimmy, Attila und ich. Nein, Paul Shigihara war auch noch da und spielte allen den Arsch ab. Attila Zoller war ausser sich und wiederholte ständig nur: „He is a pro, a real pro!“ Jimmy Raney war einfach nur fertig und hustete still vor sich hin. Ein paar Jahre später hat er auch sein Plektrum abgegeben. Ich war 3 Tage nach dem Workshop nicht ansprechbar und hatte üble Gedanken, die von Banklehren, Amazonien und verkauften Gitarren handelten.

http://www.jonraney.com/transcriptions/

Noch ne Arbeitsmaxime

Ok, da es jemandem gerade gefällt hier der Oberheurismusussus:

  • „Ich“ hat keinen Ort
  • „Ich“ hat keine Ausdehnung
  • „Ich“ hat keinen Inhalt
  • „Ich“ hat keine Qualität
  • „Ich“ hat keine Orientierung

20 Jahre Verwirrung

„Rather the American way is, Joxe argues, a matter of military destruction of opponents, support for counterinsurgencies rather than pacification and development, surveillance and temporary military arrangements rather than long standing political coalitions. This is not warfare in the Clausewitzian mode, but it is political violence. Disorder is the result; its not the American role to build nations. Removing military opponents is considered enough. Other powers and peoples clean up the mess. But the lack of an overarching political structure leads to many instabilities and a power that prefers military interventions to economic development.“

http://semiotexte.com/?p=665

Practice

Don’t practice until you get it right. Practice it until you can’t get it wrong.

…und bevor jemand den Spruch toll findet: Link lesen. Etwas differnezierter sollte es schon sein. Sonst fängt man sich vielleicht die ein oder andere Seuche ein. Wie immer sollte es darauf ankommen nicht einfach zu tun (und davon viel), sondern das Richtige.

http://billplakemusic.org/2015/02/01/rethinking-a-well-meaning-saying-about-practicing/

Soziologie und Big Data

„Ich merke, dass heute ein wenig Unmut meinen Text durchzieht. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Eine solche Launigkeit schätze ich gar nicht, deshalb mache ich nun einen Punkt.“

Heisst wohl: die schlafen einen arroganten, geisteswissenschaftlichen Schlaf, sozusagen einen Kusyschlummer. Das wird sich rächen. Oder rationalisiert werden.

http://soziologie.de/blog/2015/01/digital-humanties-ohne-soziologie/