{"id":510,"date":"2009-08-03T15:19:13","date_gmt":"2009-08-03T13:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2009\/08\/rueckblick-google-wave-hackathon-duesseldorf-unscharfe-gedanken\/"},"modified":"2017-01-19T23:15:38","modified_gmt":"2017-01-19T22:15:38","slug":"rueckblick-google-wave-hackathon-duesseldorf-unscharfe-gedanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2009\/08\/rueckblick-google-wave-hackathon-duesseldorf-unscharfe-gedanken\/","title":{"rendered":"R\u00fcckblick Google Wave Hackathon D\u00fcsseldorf: Unscharfe Gedanken"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag fand wie angek\u00fcndigt der <a href=\"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2009\/07\/google-wave-hackathon-in-duesseldorf\/\">Google Wave Hackathon<\/a> in den R\u00e4umen von <a href=\"http:\/\/richtwert.eu\/\">richtwert<\/a> statt. Architektur, Fuktionalit\u00e4t und Begrifflichkeiten (Wave, Wavelet, Blips, Robots, Gadgets&#8230;) wurden von <a href=\"http:\/\/blog.abenker.com\/\">Alexander Benker<\/a> zur Einf\u00fchrung noch mal rekapituliert. Die nachfolgende Diskussion katapultierte uns jedoch ruck zuck in tiefere Gefilde rund um Begriffe wie &#8222;Trust&#8220;, &#8222;Flow&#8220; und Collaboration. Zwar hat Google dankenswerterweise die erste Ann\u00e4herung an Wave \u00fcber eine alte Metapher (Outlook-Variante) leicht gemacht, es wird aber schnell klar das dies nur ein p\u00e4dagogisches Entgegenkommen ist. Alles ist m\u00f6glich. Aber was ist sinnvoll? Und: Was ist wirklich beschleunigend oder wirkt auf einen distinkten Parameter paralleler Kommunikation so ein, das sich die Qualit\u00e4t dieser Kommunikation in Wave postitiv ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Tools, die heute ins Freischwimmerbecker des Internet geworfen werden, d\u00fcrfen nicht einfach einen Meatspace-Prozess 1:1 (oder schlechter) abbilden, sondern m\u00fcssen als Operator wirken, dh der Prozess muss durch das Tool aufgewertet oder gar transformiert werden, andernfalls sie bei Strafe im Wow-Museum landen. Twitter 2013 ;-).<\/p>\n<p>Ein Ad-hoc Modell, das sich im Laufe des Sonntags in mir dabei herauskristallisierte, habe ich versucht wie folgt zu skizzieren:<\/p>\n<p>Kommunikative Tools fallen nie in abstrakte H\u00e4nde und K\u00f6pfe, denen man mittels Design, Usability, UI und Konrad Lorenz\u00b4schen Attraktoren ein &#8222;sexy&#8220; Erlebnis beschert. Statt dessen fallen sie in konkrete H\u00e4nde, in konkreten, sozialen Umgebungen, in denen die Freiheitsgrade des Users im konkreten Kontext eine massive Rolle spielen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/wp-content\/organisation-vor-google-wave.jpg\" alt=\"Organisation vor Google Wave \" \/><\/center><\/p>\n<p>In Kontext A geniessen die Individuen gro\u00dfe Freiheiten und selbst wenn sie sich sehr nahe kommen oder sich ihre Rollen \u00fcberschneiden, wird ihr Identit\u00e4tskern nicht unbedingt in Frage gestellt. Feelancer und Privatpersonen w\u00e4ren hier denkbar. In Kontext B hat jeder Akteur genau beschriebene, oft geringe Freiheitsgrade innerhalb einer strukturierten Organisation.<\/p>\n<p>Was passiert nun wenn man in diese Brown\u00b4schen Br\u00fchen einen Beschleuniger wirft? Erh\u00f6ht sich im Sinne von Teilhard de Chardin die soziale Temperatur? Und wie werden die Akteure in Milieu A und B darauf reagieren? Wieviel Temperaturerh\u00f6hung ist ertr\u00e4glich, bevor es ans Eingemachte geht und der Einzelne mit Grunddefinitionen seiner Rolle an denen der Anderen vorbeischrammt und schreddert?<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/wp-content\/organisation-nach-google-wave.jpg\" alt=\"Organisation vor Google Wave \" \/><\/center><\/p>\n<p>In Milieu B wird im Falle eines disruptiven Beschleunigers sehr schnell eine Reibungstemperatur erreicht, die zu Wiederstand und Konflikt f\u00fchrt. Interfaces, UI und Usability k\u00f6nnen da vielleicht helfen, mindern aber nicht den Stress zwischen den Akteuren. Maximale Forderung: Neue Organisationsformen, ich-stabile, im Extremfall postneurotische Individuen mit F\u00e4higkeit zur aperspektivischen Sichtweise (Gebser).<\/p>\n<p>In einem kurzen Gespr\u00e4ch mit <a href=\"http:\/\/www.meineexperten.com\/\">Frank Ammari<\/a> wurde mir noch ein anderer Punkt etwas klarer: Trust ist ein beschleunigender Faktor in kommunikativen Prozessen und tr\u00e4gt somit zur Ektropy auf Sol3 bei. Daraus folgt, das Wave Jazz ist! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die Fortf\u00fchrung dieser Gedanken kann entweder hier in den Kommentaren stattfinden, oder auf dem n\u00e4chsten <a href=\"https:\/\/www.xing.com\/events\/wavewednesday-dusseldorf-377383\">WaveWednesday am 12. August <\/a>in den B\u00fcror\u00e4umen von richtwert. Ich bin mit dem Thema auf jeden Fall noch nicht durch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag fand wie angek\u00fcndigt der Google Wave Hackathon in den R\u00e4umen von richtwert statt. 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