{"id":398,"date":"2007-02-12T00:00:21","date_gmt":"2007-02-11T23:00:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2007\/02\/weinberger-interview-elektrischer-reporter-deutsch\/"},"modified":"2017-01-19T19:01:43","modified_gmt":"2017-01-19T18:01:43","slug":"weinberger-interview-elektrischer-reporter-deutsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2007\/02\/weinberger-interview-elektrischer-reporter-deutsch\/","title":{"rendered":"David Weinberger Interview beim Elektrischen Reporter, Transkript in deutsch"},"content":{"rendered":"<p>Interview durch Mario Sixtus, am12. Dezember 2006 in Paris, w\u00e4hrend der LeWeb3<\/p>\n<p>Video zu finden bei <a href=\"http:\/\/www.elektrischer-reporter.de\/index.php\/site\/film\/30\/\">Elektrischer Reporter<\/a><\/p>\n<p>In erster Linie haben wir <a href=\"http:\/\/www.cluetrain.de\/\">Cluetrain <\/a> geschrieben, weil uns das krank gemacht hat, wie <!--more-->die Medien das Internet dargestellt haben.<\/p>\n<p>Wir haben es 1999 geschrieben, als die Medien es durchwegs als ein Gesch\u00e4ftsmedium bezeichnet haben. Das aufregende am Internet ist, dass Du Deinen Cadillac online stellen kannst und alles selbst in die Hand nehmen kannst, aber das schien uns einen wichtigen Punkt zu \u00fcbersehen, der f\u00fcr jeden offensichtlich war, der wirklich im Internet war.<\/p>\n<p>Dass es nicht prim\u00e4r darum ging, Dinge zu verkaufen.<\/p>\n<p>Es ist gro\u00dfartig daf\u00fcr, aber man bringt nicht einen Milliarde Leute dazu eine neue Technologie zu erlernen, so wie sie es in den letzten 10 Jahren getan haben, nur weil sie recherchieren oder Cadillacs kaufen wollen.<\/p>\n<p>Der Enthusiasmus der Leute kann auch nicht gesch\u00e4ftlich erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Uns war klar: was so wichtig am Internet war, was die Leute da rein trieb, war, dass es da eine Chance f\u00fcr uns &#8211; Menschen &#8211; gab, um \u00fcber das zu reden ,was uns interessierte, anstatt dem TV zuzuh\u00f6ren und in diesem Photonenbad zu sitzen.<\/p>\n<p>Wir wollten reden und mit anderen Leuten, mit unserer eigenen Stimme \u00fcber das sprechen, was uns wichtig ist.<\/p>\n<p>Ich denke immer noch, dass das der Grund ist, warum das Internet als mehr aufgefasst worden ist, als nur zum Verschicken von Nachrichten. Es dreht sich um Menschen, die sich mittels ihrer eigenen Stimme verbinden.<\/p>\n<p>Das Cluetrain konzentrierte sich aufs Gesch\u00e4ft, weil das Internet als f\u00fcr nichts anderes beschrieben wurde.\tAber die Autoren haben die Wirtschaft immer nur als ein wichtiges Beispiel betrachtet f\u00fcr die transformative Kraft des Internet, die wir \u00fcberall sehen.<\/p>\n<p>Wir sehen das in vielen einzelnen Bereichen, wie es Politik und Ausbildung beeinflusst und nicht nur beeinflusst,  sondern ver\u00e4ndert, transformiert.<\/p>\n<p>Was da in gewisser Weise passiert, ist, dass die Teile, die so sorgf\u00e4ltig \u00fcber ein paar Jahrtausende zusammengesetzt worden sind, w\u00e4hrend wir rausfanden wie Politik und Regierung zusammenarbeiten, dass diese nun auseinanderfallen im Sinne der Medien.<\/p>\n<p>Wir brauchen keine Organisation durch Nachrichten, um eine starke Kraft zu kreieren.<br \/>\nEs ist interessant, was professionelle Journalisten dar\u00fcber denken, was wichtige Nachrichten sind, aber wir haben nun gleichberechtigten Zugang zu allen Nachrichten und k\u00f6nnen alternative Wege finden, um herauszufinden was interessant und relevant ist.<\/p>\n<p>Wir stellen also unsere eigene Titelseite und unsere eigenen Schlagzeilen zusammen.<br \/>\nDie Teile sind also auseinandergefallen und wir erfinden neue, soziale Arten sie zusammen zu f\u00fcgen und Sinn herzustellen.<\/p>\n<p>Das ist ein Wandel, der alles erfasst \u00fcber Ausbildung, unser pers\u00f6nliches Leben und was es bedeutet ein Freund zu sein.<\/p>\n<p>Das ist eine wichtige Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>Ich denke immer noch, dass das Netz untersch\u00e4tzt wird!<\/p>\n<p>Es gibt nun eine zweite Runde des Enthusiamus f\u00fcr das Internet als eine Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeit. Aber die grunds\u00e4tzliche Dynamik ist immer noch, dass es ein neuer \u00f6ffentlicher Raum ist, in dem wir mit unseren eigenen Stimmen \u00fcber das sprechen, was f\u00fcr uns wichtig ist und uns mit anderen verbinden.<\/p>\n<p>Und im Laufe der Zeit erfinden wir neue und andere Arten in Verbindung zu treten und werden das immer weiter tun.<\/p>\n<p>Im Laufe der Geschichte haben wir nicht oft neue Wege erfunden, uns mit anderen zu verbinden und nun tun wir das fast jeden Tag.\tWir werden damit fortfahren und das wird das Interesse weiter antreiben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Wirschaft sich ver\u00e4ndert, wird es Blasen und Gelegenheiten geben, die kommen und gehen, aber die Grundlage ist eine menschliche Dynamik, eine soziale Dynamik und die ist stabil.<\/p>\n<p>Die erste Blase &#8211; die erste Welle des Interesses war eben die erste Welle und somit wussten die Leute nicht was funktionieren w\u00fcrde. Wir hatten das Gef\u00fchl, dass es da eine neue \u00d6konomie g\u00e4be und ich denke das stimmt. Aber wir wussten nicht genau was es war und die Leute st\u00fcrzten sich rein.<\/p>\n<p>Sie wurden finanziert, um sich mit Ideen reinzust\u00fcrzen, die nicht ganz durchdacht waren.<br \/>\nWer h\u00e4tte das auch k\u00f6nnen? Wir wussten nicht wie das funktionieren k\u00f6nnte.<br \/>\nDiese Blase ist Vergangenheit. Aber wir werden wahrscheinlich nicht die gleichen Fehler wieder machen.<\/p>\n<p>Da passiert zweierlei.<\/p>\n<p>Wir haben nun Kinder, die mit dem Internet aufgewachsen sind, es als gegeben hinnehmen und wie die das verarbeiten wird die Zukunft sein. Das wird sehr, sehr interessant zu sehen, was sie damit anfangen werden.\tUnd zu sehen wie das Internet aussieht, wenn es einfach ein normaler Teil des Lebens sein wird.<\/p>\n<p>Es wird immer eine Gruppe von Menschen geben, die eher technisch orientiert sind und es lieben mit dem Internet zu spielen. Genauso wie es immer Leute gibt, die es lieben an ihren Autos herumzubasteln.<\/p>\n<p>Als das Internet noch schwer zug\u00e4nglich war, waren das die einzigen Leute die Zugang hatten. Heute ist es etwas f\u00fcr die Freizeit, und das ist wichtig, weil viele Innovationen daher kommen, aber das ist nicht der Mainstream.<\/p>\n<p>Es ist unvermeidlich, dass immer mehr Leute diese Technologie einfach nur nutzen, anstatt zu erfinden oder die Technologie als Selbstzweck betrachten.<\/p>\n<p>Obwohl das Internet sich immer weiter entwickelt, wird es auf der anderen Seite immer einfacher zu benutzen und neue Dienste zusammenzustellen, ohne ein Experte zu sein.<br \/>\nMan muss nat\u00fcrlich schon etwas \u00fcber das Netz wissen.<\/p>\n<p>Das ist einer der wichtigen Aspekte des Web2.0, dass sehr fortgeschrittene, m\u00e4chtige Dienste entstanden sind, die es aber f\u00fcr andere Leute sehr leicht machen diese Dienste f\u00fcr andere Anwendungen weiter zu verarbeiten.<\/p>\n<p>Auf diese Art bekommt man einen Multiplikatoreffekt, indem Leute, die nicht so gut sind, dass sie ein eigenes Mappingprogramm oder ein Onlinereservierungssystem bauen k\u00f6nnten, doch eigene Anwendungen zusammenstellen k\u00f6nnen ,indem sie auf der Arbeit von anderen aufbauen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir also auf der einen Seite st\u00e4ndige H\u00f6herentwicklung haben, wird es f\u00fcr die Nutzer immer einfacher diese Tools zu gebrauchen und ihre eigenen zu erstellen.<\/p>\n<p>Das Erziehungssystem reagiert nur langsam.<\/p>\n<p>In den USA, zB in Boston, wo ich lebe, entwickeln sich die lokalen Schulen auf Grund des Drucks der Regierung nach mehr Rechenschaft zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Sch\u00fcler werden getestet und Schulen werden getestet, was die Schulen dazu treibt, nur zu lehren, damit die Sch\u00fcler die Tests schaffen durch immer mehr Faktenwissen.<\/p>\n<p>Wohingegen einer der gro\u00dfen befreienden Effekte des Internet und jeder anderen Form der Kommunikation ist, dass wir nicht so viel in unseren K\u00f6pfen behalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Unsere K\u00f6pfe sind sehr begrenzt und stehen einem offenen Netz gegen\u00fcber, um Informationen zu finden. Das ist enorm gewachsen.<\/p>\n<p>In unserer eigenen Schule bekommen unsere eigenen Kinder gesagt, wenn sie eine Hausarbeit machen, dass sie nur 3 Internetquellen nutzen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Sobald sie die Schuler verlassen, machen sie nat\u00fcrlich etwas anderes. Auf eine gewisse Art vertieft sich die Kluft zu unseren Kinder und ihrer Art, wie sie sehr sozial mit dem Netz leben und denken.<\/p>\n<p>Sie denken sehr sozial in dieser Hinsicht, so wie wir es immer getan haben. Wir haben immer in Gespr\u00e4chen gedacht. Unsere Kinder tun das nun global. Sie nehmen das als gegeben hin.\tUnd dann gehen sie in die Schule und sitzen an ihren Tischen und schreiben Tests in ihren kleinen blauen Testb\u00fcchern. Sie sind blau in den USA, ich weiss nicht warum.<\/p>\n<p>Da tut sich eine wachsende Kluft auf, die irgendwann aufgel\u00f6st werden wird, aber im Moment wird sie nur schlimmer.<\/p>\n<p>Es scheint mit, dass wir etwas dadurch verstehen, dass wir es durch ein Werkzeug simulieren, das wir verstehen. So sind wir. Das scheint in unsere Biologie eingebaut zu sein.<\/p>\n<p>Wir verstehen immer durch Metaphern, wenn etwas wirklich neues daherkommt.<br \/>\nIn den USA dachte man zuerst beim Internet an einen \u201cInformation Highway\u201d.<br \/>\nEs gibt viel Informationen im Netz, aber das w\u00fcrde bedeuten der Wert best\u00fcnde darin, dass wir zu Forschungsbibliothekaren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Da ist nichts falsch dran, ausser dass es nicht erkl\u00e4rt, warum eine Milliarde Menschen ihre Zeit im Netz verbringen. Nur ab und zu schauen wir nach Informationen.<\/p>\n<p>Viel mehr unserer Zeit verbringen wir damit mit anderen zu sprechen oder zu lesen oder ein Video anzuschauen, das jemand gepostet hat.<\/p>\n<p>Na ja &#8211; es hilft. Menschen lieben schlechte Metaphern, weil es wilde Ideen z\u00e4hmen kann.<br \/>\nEs soll sich also nur um Informationen drehen. OK?<\/p>\n<p>Nun hat man also das Internet bezwungen, weil es sich nur um Informationen dreht.<\/p>\n<p>Oder, anderes Beispiel: Es ist eine Art Sendung. So gesehen sind Blogs nur so etwas wie Kolummnen f\u00fcr Zeitungen, nur dass nun jeder ein Kolummnist ist. Wenn das Deine Metapher ist, dann beendet man sie indem man sagt:\t \u201cUnd das sind noch nicht mal gute Kolummnisten, die haben eine schlechte Rechschreibung.&#8220;<\/p>\n<p>Das ist als ein Weg aus etwas wildem, bedrohlichem etwas sanftes und gez\u00e4hmtes zu machen.<\/p>\n<p>Obendrein bedeutet es, dass man verpasst worum es wirklich geht.<\/p>\n<p>Wie \u00fcberwindet man das?<\/p>\n<p>Da gibt es keinen Trick. Eine M\u00f6glichkeit besteht darin, sehr viel Zeit im Netz zu verbringen, einfach durch drin sein zu verstehen, was es ist und welche Metaphern es zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Netzneutralit\u00e4t<\/p>\n<p>Die Art wie ich es Tante Tilly erkl\u00e4ren w\u00fcrde, w\u00e4re keine neutrale Erkl\u00e4rung, weil ich sehr f\u00fcr Netzneutralit\u00e4t bin.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde zu ihr sagen: Alle Arten von Daten gehen \u00fcber das Internet.<br \/>\nAlles von Emails \u00fcber Videos bis Musik\u2026<br \/>\nUnd es gibt sehr komplizierte technische Probleme, um das Netz so gut arbeiten zu lassen, dass es f\u00fcr Dich am besten funktioniert.<\/p>\n<p>Da gibt es zwei m\u00f6gliche Wege diese Probleme zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Im ersten Fall sagen wir den Leuten ,die ihr Geld damit verdienen, die Bits ausliefern:<\/p>\n<p>Macht was ihr wollt, entscheidet selbst und macht Vertr\u00e4ge, wie ihr wollt und wenn ihr einer Filmfirma geh\u00f6rt, dann d\u00fcrft ihr eure Filme gut durchleiten, aber die Filme aller anderen, auch die von Bobby und Tochter Amanda, kommen zwar durch, flackern aber und keiner kann sie wirklich anschauen.<\/p>\n<p>Nur die von dieser bestimmten Filmfirma kommen sehr gut r\u00fcber.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen also die Telekommunikationsfirmen entscheiden lassen \u00fcber die Architektur und Struktur des Internet oder wir machen, was wir immer gemacht haben, n\u00e4mlich das Internet zu der robusten und scalierbaren Technologie auszubauen, die alle auf der Welt in unserer Epoche erreicht.<\/p>\n<p>Das bedeutet, die Entscheidungen von technischen Gremien mit technischen Experten treffen zu lassen, die daran kein Geld verdienen.<\/p>\n<p>Wen soll man also entscheiden lassen?<\/p>\n<p>Die Telcos, die finanziell motiviert sind, gewisse Entscheidungen zu treffen oder die Leute die das Internet entworfen haben?<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte, dass die Internet-Community diese Entscheidungen trifft.<br \/>\nEher w\u00fcrde ich Tante Tilly entscheiden lassen, als die Telcos, denn sie wird fair sein.<\/p>\n<p>Information Overload<\/p>\n<p>Wir haben festgestellt, dass das Rezept gegen Information-Overload noch mehr Information ist.<\/p>\n<p>Anfang der 90iger wurden einige B\u00fccher geschrieben und eine Menge Angst \u00fcber Information-Overlaod verbreitet.\tWir w\u00fcrden \u00fcbeschwemmt. Oder der \u201cInformations-Tsunami\u201d.<\/p>\n<p>Das ist nicht passiert. Wir haben mehr Information zu Verf\u00fcgung, als jeder vorhergesagt hat. Eine atemberaubende Menge an Zeugs ist verf\u00fcgbar. Und im allgemeinen f\u00fchlen wir uns nicht \u00fcberw\u00e4ltigt. Wir leben einfach mit den M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Es gibt so viel was wir lernen, wor\u00fcber wir sprechen k\u00f6nnen und so viele Leute mit denen wir reden k\u00f6nnen. Aber wir sind nicht \u00fcberw\u00e4ltigt, und das liegt daran, dass wir darin gut geworden sind, das alles zu managen und indem wir Metadaten nutzen.<\/p>\n<p>Das ist die Information \u00fcber die Information. Das hilft uns, da durch zu kommen.<br \/>\nDas Rezept gegen Information Overload ist also mehr Information.<\/p>\n<p>Zukunft<\/p>\n<p>In hundert oder 500 Jahren schauen wir zur\u00fcck und, ich denke, genau von dieser Zeit werden wir entweder sagen, dass wir eine Entscheidung getroffen haben eine neue Renaissance zu umarmen oder wir haben uns selbst ein neues dunkles Zeitalter auferlegt.<\/p>\n<p>Wir waren zu ver\u00e4ngstigt von den M\u00f6glichkeiten, die vor uns lagen, dass wir uns Beschr\u00e4nkungen auferlegt haben, um sicher zu gehen, dass jeder f\u00fcr jeden Click zur Verantwortung gezogen werden kann und niemand ohne Strafe etwas erforschen kann, dass nicht den h\u00f6chsten Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>Auf diese Art wird das Netz zu einer sehr repressiven Umgebung.<br \/>\nDas k\u00f6nnen wir tun, weil alles digital ist und alles im Gegensatz zur realen Welt verfolgt werden kann.<\/p>\n<p>Wir gehen eine Strasse hinunter und obwohl wir uns in der \u00d6ffentlichkeit befinden, sind wir doch privat und niemand hat das Recht Auskunft \u00fcber uns zu verlangen, ausser man ist verd\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Man bracht auch kein Identit\u00e4ts-Label tragen. Online denken wir aber dar\u00fcber nach.<\/p>\n<p>Wir befinden uns auf dem Weg genau das zu tun:<\/p>\n<p>Jeder muss \u00fcberall ein Label tragen und alles wird jederzeit aufgezeichnet.<\/p>\n<p>Wir haben also diese grunds\u00e4tzliche Wahl.<\/p>\n<p>Schlimmstenfalls wird das Internet genau zu dem, was sie am Anfang gesagt haben:<br \/>\nEs wird zu einem Information-Highway und nichts weiter.<\/p>\n<p>Es ist also eine Bibliothek, wo man ein Buch aussucht und wo nat\u00fcrlich jedes Buch das man jemals ausgeliehen hat, aufgezeichnet und verfolgt wird von der Regierung und Marktingleuten.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re der Alptraum.<\/p>\n<p>Positiv w\u00e4re wenn wir weiterhin tun was wir gerade tun.<\/p>\n<p>Und das ist: wie wild verbinden mit jeder guten und schlechten Idee, mit Leuten aus aller Welt, in die wir uns verlieben oder die denkbar schlimmsten Streitereien haben.<\/p>\n<p>Aus diesem Mix kommt Innovation und Kreativit\u00e4t und Humanit\u00e4t, aber auch Fehlbarkeit, aber damit m\u00fcssen wir leben, so sind wir.<\/p>\n<p>Zwischen diesen zwei M\u00f6glichkeiten beschreiten wir allerdings den Weg in ein neues dunkles Zeitalter. Ich hoffe, dass wir unsere Meinung noch \u00e4ndern und uns die Renaissance zur\u00fcckholen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview durch Mario Sixtus, am12. 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