{"id":310,"date":"2006-05-04T15:00:04","date_gmt":"2006-05-04T13:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2006\/05\/genom-mathies-chip\/"},"modified":"2017-01-18T23:40:04","modified_gmt":"2017-01-18T22:40:04","slug":"genom-mathies-chip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2006\/05\/genom-mathies-chip\/","title":{"rendered":"Abst\u00fcrzende Sequenzierungskosten"},"content":{"rendered":"<p>Vor knapp 2 Jahren hatte das <a href=\"http:\/\/www.nih.gov\/news\/pr\/oct2004\/nhgri-14.htm\">National Institute of Health<\/a> in den USA sich als nahes Forschungsziel gesetzt, die Kosten f\u00fcr die Sequenzierung eines S\u00e4ugetiergenoms auf 100 000$ zu dr\u00fccken. Innerhalb der n\u00e4chsten 10 Jahre will man die <a href=\"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/archives\/2004\/04\/1000-genom-venter\/\">Kosten auf 1000$<\/a> dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Mir ist nicht klar was hier als nahe und was als ferne Zukunft zu gelten hat, eins steht jedoch fest: Pr\u00e4chtiges Beispiel f\u00fcr eine Untersch\u00e4tzung! Untersch\u00e4tzt wurde hierbei wie schnell die 100 000$ Kostengrenze unterboten werden konnte, \u00fcbersch\u00e4tzt wurde wohl die Schwierigkeit des Problems. Klar, nachher ist immer alles leicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/chem.berkeley.edu\/people\/faculty\/mathies\/mathies.html\">Prof. Richard A. Mathies von der UC Berkley<\/a> hat zusammen mit Robert G. Blazej und Palani Kumaresan einen Chip entwickelt mit dessen Hilfe ein Genom f\u00fcr ca 50 000$ sequenziert werden k\u00f6nnen soll. <a href=\"http:\/\/www.pnas.org\/cgi\/content\/abstract\/0602476103v1\">Hier das Paper<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.microchipbiotech.com\/viewpage.php?page_id=1\">hier die zugeh\u00f6rige Firma, Microchip Biotechnologies<\/a>. Gut, jetzt also f\u00fcr 50 000. Demn\u00e4chst f\u00fcr 10 000, dann f\u00fcr 1000.<\/p>\n<p>Wer demn\u00e4chst schon 50 000 auf den Tisch legen kann, weil der Drittsportwagen eh langweilig ist, wird wohl als Earlyadopter medizinische Vorteile geniessen, von der die Masse vielleicht in 20 Jahren noch nicht einmal tr\u00e4umen kann. Wieder ein schickes Element f\u00fcr das Puzzle der transhumanen Superreichengettos. Anders: Wie hoch ist die Lebenserwartung jenseits von 10 Mio Verm\u00f6gen?<\/p>\n<p>Am therapeutischen Nutzen kann man nat\u00fcrlich zweifeln. Aber nur solange man \u00fcbersieht das auch an der Front der Gentherapie rasende Fortschritte gemacht werden. Um das Gesamtbild etwas abzurunden hier ein <a href=\"http:\/\/www.technologyreview.com\/read_article.aspx?ch=biotech&#038;sc=&#038;id=16740&#038;pg=1\">Interview mit James Wilson MD Ph.D., Professor an der University of Pennsylvania&#8217;s School of Medicine in der Technology Review<\/a>.<\/p>\n<p>Zukunft ist ein Raum, den wir mittels unserer moralischen Filter kultivieren. F\u00fcr alle oder wenige?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor knapp 2 Jahren hatte das National Institute of Health in den USA sich als nahes Forschungsziel gesetzt, die Kosten f\u00fcr die Sequenzierung eines S\u00e4ugetiergenoms auf 100 000$ zu dr\u00fccken. Innerhalb der n\u00e4chsten 10 Jahre will man die Kosten auf 1000$ dr\u00fccken. 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