{"id":438,"date":"2007-06-03T23:15:00","date_gmt":"2007-06-03T22:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/text-des-interviews-mit-wikipediagrunder-jim-wales-beim-elektrischen-reporter\/"},"modified":"2007-06-03T23:15:00","modified_gmt":"2007-06-03T22:15:00","slug":"text-des-interviews-mit-wikipediagrunder-jim-wales-beim-elektrischen-reporter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.siggibecker.de\/blog\/text-des-interviews-mit-wikipediagrunder-jim-wales-beim-elektrischen-reporter\/","title":{"rendered":"Text des Interviews mit Wikipediagr\u00fcnder Jim Wales beim Elektrischen Reporter"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/www.elektrischer-reporter.de\/index.php\/site\/film\/43\/\">Video des Interviews ist beim Elektrischen Reporter<\/a> zu sehen. Das Transkript folgt nach M\u00f6glichkeit dem gesprochenen Wort.<\/p>\n<p>Bei der Wikimedia Foundation, die die WikiPedia betreibt, bin ich nur noch einer von sieben Vorst\u00e4nden. Ich habe den Posten des Vorsitzenden abgegeben um mich auf andere Projekte zu konzentrieren. Innerhalb der Community habe ich noch Posten inne.<\/p>\n<p>Besonders in der englischen WikiPedia bin ich von Tag zu Tag immer noch an schnellen Entscheidungen und Diskussionen beteiligt sowie auf globaler Ebene an Diskussionen um Richtlinien. In diesen Dingen bin ich noch sehr aktiv.<\/p>\n<p>Ich denke das ist sehr wichtig, weil das Scheitern von Nupedia und Beobachten wie es dazu kam mich eine Menge dar\u00fcber gelehrt hat, was ich Community Design nenne. Also der Entwurf von sozialen Regeln, die es den Leuten erm\u00f6glichen gute Arbeit zu verrichten. Es war eigentlich ein Top-Down Mechanismus.<\/p>\n<p>In meinem Vortrag heute sprach ich dar\u00fcber das eine Menge Software in vielen Communities um das denkbar schlechteste Verhalten herumprogrammiert wird.<\/p>\n<p>Ich habe mir eine wirklich einfache Analogie ausgedacht um die Leute dazu zu bringen mehr in einer Wiki-Art dar\u00fcber nachzudenken. Also zuerst bitte ich die Leute sich vorzustellen, sie w\u00e4ren gebeten worden ein Restaurant zu entwerfen. Du wirst also ein Restaurant von Grund auf entwerfen und kannst alles machen was Du magst. Du kannst es entwerfen wie Du willst. Du \u00fcberlegst also und denkst: Ja! Wir werden Steaks servieren!<\/p>\n<p>Eines der Dinge die immer im Spiel sind wenn man Steaks serviert ist, das man den Kunden Messer geben muss. Immer wenn Kunden Messer haben, k\u00f6nnen sie nat\u00fcrlich andere Leute stechen. Darum ist es f\u00fcr ein gut entworfenes Restaurant notwendig das wir alle in einen K\u00e4fig stecken.<\/p>\n<p>Tja, das sind Voraussetzungen f\u00fcr eine schlechte Gesellschaft. So denkt man also nicht \u00fcber Restaurantdesign nach. Wenn ich das so erkl\u00e4re verstehen es die meisten Leute sofort. Sie sagen: &#8222;Ah, ich verstehe worauf Du hinaus willst.&#8220;<\/p>\n<p>Es nat\u00fcrlich klar das Menschen Schaden anrichten k\u00f6nnen. Aber im allgemeinen sollten wir unsere sozialen Institutionen im Gedanken den schlimmsten Fall entwerfen. Wir sollten nicht \u00fcber jeden schlechten Fall nachdenken und dann den Entwurf danach richten.<\/p>\n<p>Das war exakt Nupedia. Wir dachten \u00fcber all das Schlechte nach was die Leute machen k\u00f6nnten und entwarfen das System da herum. Das war sehr lehrreich. Der andere Punkt warum Nupedia scheiterte, ist das wir fast 2 Jahre lang eine Communitiy von einigen hundert Leuten hatten, die dar\u00fcber redeten eine Enzyklop\u00e4die zu schreiben, aber keinen wirklichen Fortschritt verzeichneten.<\/p>\n<p>Aber wir hatten immerhin begonnen \u00fcber eine ganze Reihe von Punkten zu disskutieren bevor wir loslegten. Wir hatten also &#8211; um es mal so auszudr\u00fccken &#8211; eine Menge Erfahrung im Aufbau einer Community. Es ist also nicht einfach. Es ist sehr kompliziert und sehr menschlich. Eigentlich hat es sehr wenig mit Software zu tun und sehr viel mit Menschen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnschte mir ich w\u00fcsste ein paar einfache Regeln, denn es gibt so viele Wege es falsch zu machen. Ich denke es ist sehr wichtig die richtigen Charaktere und Pers\u00f6nlichkeiten direkt am Anfang dabei zu haben. Man hat die Idee das es ein Richtig und ein Falsch gibt und das man flexibel genug sein muss um eine Menge unterschiedlicher Gesichtspunkte akzeptieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich denke eine gesunde Community hat mit den gleichen Kompromissen zu k\u00e4mpfen wie eine Gemeindepolizei. Man will etwas Recht und Ordnung. Man m\u00f6chte auf die Strasse gehen und wenn jemand Dich beraubt oder \u00fcberf\u00e4llt soll es jemanden geben der einschreitet und Dich davor besch\u00fctzt, so da\u00df man in diesem sicheren Raum seinen Gesch\u00e4ften nachgehen kann. Aber gleichzeitig soll diese Polizei nicht zu einem Problem werden indem sie zu viel kontrolliert und von oben regelt.<\/p>\n<p>Wenn man so dar\u00fcber nachdenkt, beginnt man sich zu fragen, was man von der Leitung einer Online Communitiy erwartet. Das ist sehr \u00e4hnlich: Ich will das sie mich besch\u00fctzen vor Leuten die nur alles untergraben und gemein sind und gleichzeitig will ich das sie nicht alles kontrollieren. Ich m\u00f6chte einen sicheren Raum Meinungsverschiedenheiten. Man m\u00f6chte f\u00e4hig sein zu protestieren ohne gleich rausgeschmissen zu werden. So verstehe ich die Sache.<\/p>\n<p>Das hat viel Aufregung verursacht. Ein schwieriges Thema. Wikinews ist definitiv nicht so gewachsen wie sich das jeder von uns gedacht hat.<\/p>\n<p>Ich denke daf\u00fcr gibt es einige Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde ist das sie t\u00e4gliche News Updates machen. Und das es daf\u00fcr einen gro\u00dfen Konkurrenten gibt: WikiPedia. Eine Menge Leute arbeiten an aktuellen Nachrichtenereignissen in der WikiPedia und somit ist das eine Art doppelter Arbeit was in Wikinews passiert. Der andere Punkt ist, das die Software die sie f\u00fcr Wikinews nutzen nicht direkt f\u00fcr diese Art Workflow entworfen wurde. Das ist ein technisches Problem, weil die Arbeitsweise f\u00fcr Nachrichten sehr unterschiedlich zu einem Enzyklop\u00e4die-Artikel ist und die Software das nicht wirklich unterst\u00fczt. Das ist also ein Problem.<\/p>\n<p>Das ist interessant, weil ich denke er hat meine Position falsch dargestellt. Tats\u00e4chlich habe ich immer versucht beim Thema Werbung zu vermitteln. Ich nehme da eine mittlere Position ein. Einerseits will ich wie viele andere auch keine Werbung in der WikiPedia sehen, andererseits sind wir eine wohlt\u00e4tige Organisation mit dem Ziel Wissen f\u00fcr jeden frei verf\u00fcgbar zu machen und Geld k\u00f6nnte uns dabei helfen.<\/p>\n<p>Was wir gerade machen, ist andere M\u00f6glichkeiten auszuloten. Wir erhalten genug Geld aus Spenden und zu \u00fcberleben. Das ist also kein Thema. Die eigentliche Frage ist, welche Gelegenheiten wir vers\u00e4umen weil wir gro\u00dfe Summen Geldes nicht annehmen. Da sind eine Menge Kompromisse im Spiel. Einer dieser Konflikte liegt in unserem Image. Unsere Marke ist sehr gut und stark. Trotz der Kontroversen lieben die Leute die WikiPedia.<\/p>\n<p>Und die Leute verstehen auch wenn sie in einem Artikel \u00fcber General Motors in der WikiPedia nicht gleich daneben eine Anzeige f\u00fcr die neue Corvette zu sehen bekommen. Man hat also nicht die ganzen Fragen um Beeinflussung die man sonst h\u00e4tte. Das ist ein wichtiges Thema, das wir nicht ausser acht lassen sollten. Sicherlich ist der Weg \u00fcber Anzeigen in der WikiPedia verf\u00fchrerisch, weil wir dann Geld f\u00fcr n\u00fctzliche Projekte bek\u00e4men.<\/p>\n<p>Das klingt sehr interessant ist aber eine wirklich gro\u00dfe Entscheidung, die wir nicht in n\u00e4chster Zeit f\u00e4llen werden. Es gibt keine Eile. Sollten wir in f\u00fcnf Jahren festellten wir sind immer noch nur diese gro\u00dfe Website und haben sonst keinen Fortschritt gemacht, und unsere Mission nicht erf\u00fcllt, dann werden wir n\u00e4her dar\u00fcber nachdenken. Aber in naher Zukunft gibt es keine Pl\u00e4ne da irgendetwas zu tun.<\/p>\n<p>Interessant ist das wir in der Software Welt unterschiedliche Modelle sehen. Da gibt es den Linux Kernel, wo es im wesentlichen darum geht das einzelne Leute etwas dazu beitragen. Einige tragen im Namen der Firma f\u00fcr die sie arbeiten bei. Apache ist eher ein Konsortium von Firmen die daran beteiligt sind und dann ist da eine Nonprofit-Organisation was man aber nicht mit einer Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation verwechseln sollte, eher wie ein Handelskonsortium, die ein Interesse an dem Browser haben.<\/p>\n<p>Dann haben wir da eine profitorientierte Firma wie MySQL, die freie Software ver\u00f6ffentlicht und ihren Service verkauft und andere Sachen.<\/p>\n<p>Ich denke es gibt eine Menge Lektionen wie Firmen davon profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eines der Themen gegen die ich in letzter Zeit auf die Barrikaden gehe ist dieser Begriff der im letzten Jahr etwas popul\u00e4rer geworden ist: <b>Crowdsourcing<\/b> der wie ich meine sehr, sehr schlecht ist. Ich mag ihn wirklich nicht. Ich denke das jeder der in diesen Raum gehen will und denkt sein Gesch\u00e4ftsmodell w\u00e4re Crowdsourcing, das wesentliche missversteht.<\/p>\n<p>Es ist eigentlich eine Missachtung ihrer Communities. Sie denken eigentlich ihre Communities w\u00e4ren billige Arbeitskr\u00e4fte. Aber Freiwillige sind keine Angestellten!<br \/>\nDas ist eine vollkommen andere Motivation und man muss sie eigentlich wie seine Kunden sehen.<\/p>\n<p>Ich habe schon in den Anfangstagen von WikiPedia \u00fcber Kundenservice geredet, was heissen soll, die Leute kommen und wollen etwas f\u00fcr WikiPedia schreiben.<br \/>\nDas ist ein Kunde f\u00fcr uns. Als Community und Organisation m\u00fcssen wir so jemanden sehr gut behandeln.<\/p>\n<p>Ich habe mir sagen lassen das das eine sehr amerikanische Sicht auf die Welt sei. Jemanden wie einen Kunden behandeln heisst freundlich zu ihm sein. Ich weiss nicht ob das so amerikanisch ist, aber ich denke das die Idea des Crowdsourcing wirklich Gift ist.<\/p>\n<p>Nehmen wir nur mal an wir wollen eine Bowlinghalle er\u00f6ffnen und Du stellst Dir vor das ginge indem man billig von den Leuten durch Crowdsourcing &#8222;Bowlling&#8220; produzieren l\u00e4sst. Das macht keinen Sinn, nicht? Das ist der vollkommen falsche Ansatz um eine erfolgreiche Bowlinghalle zu bekommen.<\/p>\n<p>Du musst \u00fcber die Leute die bei Dir bowlen wollen als Deine Kunden denken und dar\u00fcber nachdenken was Du ihnen bereitstellen musst damit sie Spass haben, wie Bier und Hotdogs. Man sagt nicht: Wir werden kein Bier haben weil immer wenn Bier im Spiel ist, geht die Qualit\u00e4t des Bowlens runter.<\/p>\n<p>So macht man keine Gesch\u00e4fte. Man stellt einen Ort zur Verf\u00fcgung damit die Leute das tun was ihnen Freude macht. Das Crowdsourcingmodell sagt aber: Geb ihnen das nicht. Sie m\u00f6gen es vielleicht aber es mindert den Wert. Nein. Was eine Menge Leute da nicht verstehen sind die wirklichen Ideen von Gemeinschaft.<br \/>\nLeute kommen zu Deiner Website um so was zu erleben. Vielleicht arbeiten sie auch f\u00fcr Dich. Sie sind gl\u00fccklich wenn ein Nebenprodukt ist, das es anderen hilft.<\/p>\n<p>Im allgemeinen gehen sie online um solche Situationen zu erleben, um Freundschaft zu schliessen und manchmal &#8211; obwohl sie das vielleicht nicht so ausdr\u00fccken w\u00fcrden &#8211; um Feinde zu finden. Ich meine damit jemanden zu finden dem man widersprechen kann und hoffentlich einen unterhaltsamen und respektvollen Streit haben kann.<\/p>\n<p>Viele Web 2.0 Websites lassen all diese Dinge, die die Leute interessieren vermissen. Ich verstehe das ganz gut.<\/p>\n<p>Zum Beispiel bin ich ein gro\u00dfer Fan von Flickr. Die Leute da wollen Dich nicht verletzen. Sie machen einen guten Job nicht indem sie dar\u00fcber nachdenken wie sie die Seiten besser f\u00fcr Anzeigen machen, sondern wie sie die Seiten besser machen damit die Leute Photos hochladen und teilen. Sie denken also \u00fcber sie wie ihre Kunden nach. Ich denke also man braucht da langfristiges, kein kurzfristiges Denken.<\/p>\n<p>Im Moment sind wir in den sehr fr\u00fchen Entwurfsphasen. Eine Menge Fragen h\u00e4ngen in der Luft.<\/p>\n<p>Das ist das Titelblatt eines Magazins in den USA. Mein Bild ist drauf. Da steht: Googles schlimmster Alptraum. Ich bin mir da nicht so sicher aber meine Mutter hat 10 Exemplare gekauft. Na ja, das war herrlich.<\/p>\n<p>Es gibt da einige Prinzipien die wir installiert haben um unsere Arbeit zu leiten. F\u00fcr die wirkliche Funktion sehen wir im Moment drei Ebenen der Beteiligung. Erstens rund um den Algorithmus, der wirkliche Ranking Algorithmus, das ist ein traditionelles Open Source Projekt. Das Programm entstand durch Teilnahme und Teilen und hilft uns in vieler Hinsicht. Der Code wird ver\u00f6ffentlicht f\u00fcr andere Leute und so weiter.<\/p>\n<p>Aber das ist Teilnahme nur f\u00fcr Programmierer. Das ist nichts was der Rest von uns kann.<\/p>\n<p>Eine andere Ebene der Teilnahme wird sein, wenn Leute eine Website besuchen und Feedback geben mit Daumen hoch oder runter, also Ranking. Oder ob die Resultate gut sind oder nicht, ist das eine Qualit\u00e4sseite oder nicht. Das geschieht mit einer Toolbar. Solche Sachen also.<\/p>\n<p>Begrenzte Interaktion also, nicht so sehr Communityteilhabe, nur Feedback in community-artiger Weise.<\/p>\n<p>Und dann zum Schluss die Communityteilhabe, innerhalb der wir die gr\u00f6\u00dfte \u00c4hnlichkeit mit der WikiPedia Community haben werden mit einem Netzwerk von Leuten denen man vertraut, die gute Arbeit leisten k\u00f6nnen wenn wir es ihnen leicht machen in verschiedenster Weise editieren zu k\u00f6nnen um andere zu leiten.<br \/>\nDas sind die drei grunds\u00e4tzlichen Ideen und die Details wie wir das ausarbeiten h\u00e4ngen wirklich noch sehr in der Luft.<\/p>\n<p>Meine optimistischste Sicht der Dinge w\u00e4re das wir immer mehr Community Teilnahme sehen unter offenen Lizenzen die uns eine eine Kultur des Teilens und der Teilhabe  erm\u00f6glicht. Wir haben sehr verschiedenartige Teilnahme von verschiedensten Menschen. Wir vermeiden gewisse Top-Down Kontrollmechanismen die wie ich denke ungesund sind.<\/p>\n<p>Das ist also die gute Seite.<\/p>\n<p>Die negative Sicht oder die Dinge \u00fcber die ich besorgt bin: Ich mache mir sehr Sorgen \u00fcber Software Patente. Gl\u00fccklicherweise f\u00e4hrt Europa damit fort diese zur\u00fcckzuweisen, was sehr gut sowohl aus der globalen Perspektive ist als auch f\u00fcr die europ\u00e4ische \u00d6konomie und die Gesundheit der europ\u00e4ischen Softwareindustrie.<\/p>\n<p>Sicherlich ist es keine gute Idee die Kontrolle \u00fcber eure Industrie den gro\u00dfen amerikanischen Firmen auszuh\u00e4ndigen, die sehr schnell alles dominieren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus mache ich mir Sorgen \u00fcber die Art wie Patente eingesetzt werden. Sie sind wirklich eine Bedrohung f\u00fcr die Kreativit\u00e4t. Nur weil wir bei der WikiPedia etwas erfunden haben, heisst das noch lange nicht das jemand uns nicht daran hindern kann es zu nutzen, nur weil er es sechs Monate vorher erfunden hat. Es ist sehr schwer freie Software und eine Kultur des Open Source Teilens zu haben, wenn so viele Sachen patentiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte der urspr\u00fcngliche Grund sein Innovation zu ermutigen. Ich sehe im Moment keine wirklichen Probleme mit Innovation und Software, denn wir haben Copyrights die es gesch\u00fctzter Software erm\u00f6glicht Eink\u00fcnfte zu erzielen. Wir haben breite, offene Communities die sehr kreativ sind. Meine Sorge geht dahin, das Patente eine Kerbe in diese ganze Bewegung schlagen.<\/p>\n<p>Und dann gibt es noch andere Aussichten. Wir w\u00fcrden das Internet hassen wenn es so endet wie der Mobilmarkt, wo die Betreiber die Innovation im W\u00fcrgegriff haben und viele Leute einleuchtende Ideen haben mit denen man tolle Sachen machen k\u00f6nnte, die aber keiner machen kann, weil die Plattform so abgeschlossen ist, das niemand richtig was damit anfangen kann. Das w\u00fcrde glaube ich niemand gerne sehen wenn sowas sich ausbreitet in andere Gebiete mittels DRM und \u00e4hnlichem.<\/p>\n<p>Aber dar\u00fcber bin ich nicht besorgt. Das ist das Alptraumszenario. Ich bin so optimistisch, das ich dem keine Chance gebe.<\/p>\n<p>[tags]Wikipedia, Jim Wales, Interview, Elektrischer Reporter[\/tags]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Video des Interviews ist beim Elektrischen Reporter zu sehen. Das Transkript folgt nach M\u00f6glichkeit dem gesprochenen Wort. Bei der Wikimedia Foundation, die die WikiPedia betreibt, bin ich nur noch einer von sieben Vorst\u00e4nden. 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