7 Gedanken zu „Aufmerksamkeit – Macht – Vermögen“

  1. Ich würde das Schema gerne kommentieren, bin mir aber nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe. Bedeutet es: wer zu Vermögen kommt, kommt auch zu Macht. Wer zu Macht kommt, kommt auch zu Aufmerksamkeit?

  2. Verdammt! Nach einem Jahr der erste Kommentar! Tädä!!

    Ich hab damals mit Absicht keine Erläuterungen dazu geschrieben, da es als Diskussionsgrundlage dienen sollte. Ich weiss, die Diskussion wird noch stattfinden 😉

    Die Pfeile zwischen diesen Sphären weisen bewusst in beide Richtungen und stellen keine zwingenden Mechanismen dar. Wirkliche Macht zB scheut ja Aufmerksamkeit wie der Teufel das Weihwasser. Aufmerksamkeit wiederum ist immer mit der Hoffnung verbunden Macht zu erlangen. Das ist ja auch eine der Utopien, die das Bloggen antreibt und an die ich (leider?) immer noch glaube.

    Als heuristisches Werkzeug dient mir dieses Diagramm um zu filtern: Was will da gerade jemand? Was will da jemand gerade nicht? Die Medienkanäle sind in dem Zusammenhang nur Tools. Blogs vergehen, diese Dynamiken aber ziehen sich durch die gesamte Geschichte.

  3. Ok. Habe die Pfeile nicht beachtet. Zweiter Versuch: wer Vermögen hat, kommt vor allem zu mehr Macht, aber auch zu etwas mehr Aufmerksamkeit. Wer mächtig ist, steigert seine Aufmerksamkeit, aber auch sein Vermögen. Wer viel Aufmerksamkeit bekommt, der kann nicht im gleichen Masse Vermögen und Macht steigern.
    Das hiesse, an Machtgewinn arbeiten ist der effizienteste Weg, um mit einem Schlag Macht, Aufmerksamkeit und Vermögen zu steigern. Ich sollte meinem Söhnchen also raten, Politiker oder Wirtschaftslenker statt Popstar, weil Vermögen und Aufmerksamkeit praktisch gratis mitgeliefert werden?

    Spass beiseite: dass hiesse also auch, die Menschen, die eher an Aufmerksamkeit arbeiten als an Macht oder Geld, also die Ego-Shooter, sind also mit der falschen Strategie unterwegs. Ist das Diagramm Resultat einer persönlichen Erkenntnis oder soziologischer Forschungen?

  4. Im Prinzip richtig. Wichtig dabei ist wohl die drei Sphären zusammen zu sehen. Alles andere ist Traumtänzerei. Da kenn ich mich aus 😉

    Die Ego-Shooter sind nicht unbedingt mit der falschen Strategie unterwegs, weil die ja meist mit einem narzistischen Charakterdefizit unterwegs sind. Und dazu gehört auch ein sehr manipulativer Umgang mit Menschen und Medien.

    @Resultat: mein zweiter Vorname ist „grübel“ 😉

  5. Ein Gedanke, der mir beim Anwenden deines Schemas auf Medien generell gekommen ist: die Macht der Medien liegt ja eigentlich ausschliesslich in der Aufmerksamkeit, d.h. Macht = Aufmerksamkeit. Sprengt dieser Spezialfall dein Schema? Oder reduziert es es auf zwei Kugeln?

  6. Hm, keine Ahnung, lohnenswerter Einwand. Nehmen wir doch mal konkret Murdoch oder Hearst oder Burda, oder …was wyrd. Ich glaube die Macht der großen Medien ist nicht von dem dahinterstehenden Vermögen zu trennen. Allerdings bedeutet sinkende Aufmerksamkeit bei vorhandenem Vermögen auch nachlassende Macht. Die neuesten Alexa-Vergleiche bei den amerikanischen Großzeitungen deuten ja daraufhin. Das ist ja ein Aufmerksamkeitsblutbad.

    Anders gefragt: Gibt es ein Medium mit großer Aufmerksamkeit+großer Macht und sehr wenig Vermögen?

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