Traumfragmente

Traumfragmente

„Be kind to dream fragments.“, meint Robert Moss. Da muss ich ihm unbedingt zustimmen. Der Anspruch literarisch hochwertige Träume zu träumen, die jede Schwitzhütte zum Verstummen bringen, kann nur zu einer Perfektionsblockade führen. Stattdessen: Die Brotkrumen der Nacht schätzen, auch Fragmente notieren. Alles ist wertvoll und führt zur Achtung des eigenen Unterbewusstseins, mit Betonung auf eigen. Quantitäts- und Qualitätsansprüche an das eigene Traumleben führen zu einer schleichenden Abwürgung der Erinnerung. Also: Auch wenn nur ein Hauch einer Stimmung beim Aufwachen nachhallt: Notieren. Auch aus Sandkörnern können Gemälde entstehen.

 

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