Skip to content

Umgang mit Symbolen

Der Grad in dem eine objektive, kulturelle Bedeutung in ein Traumelement hineinspielt macht seinen Symbolgehalt aus. Es braucht einiges an Erfahrung, zu entscheiden, wann es angebracht ist die objektiven, geschichtlichen und kulturellen Bedeutungen eines Traumelements für die Deutung heranzuziehen oder es einfach nur dabei zu belassen, das Traumelement in seiner persönlichen Bedeutung zu erforschen. Meist fällt die Entscheidung aber einfach und irgendetwas sticht so heraus, das man fast gedrungen ist zu einem der besseren Symbolexika zu greifen. Sogenannte Traumsymbollexika sind da eher selten zu gebrauchen. Ich habe lange Zeit das “Illustrierte Lexikon der traditionellen Symbole” von J. Cooper zu Rate gezogen. Es gibt noch andere gute Symbollexika, wichtig ist aber das sie nichts mit Träumen zu tun haben und wissenschaftlich leidlich sicher sind.

Wenn man auf diese Art bei wichtigen Traumelementen ihre objektve, kulturelle Bedeutung für die Deutung hinzuzieht begibt man sich auf einen abenteuerlichen Lernweg voller Entdeckungen. Es ist immer wieder erstaunlich wieviel Wissen implizit in einem selbst drin ist, von dem man bewusst nichts wahrnimmt, das einen aber als Angehöriger eines Kulturkreises täglich umgibt und somit auch in den Träumen verwendet wird. Wir schwimmen täglich in einem Meer aus archetypischen Symbolen, die in unseren nächtlichen Dramen an genau den Stellen eingesetzt zu werden, wo eine persönliche Dynamik mit einem archetypischen, kulturellen Symbol ausgedrückt und besetzt werden kann. Wie es dazu kommt? Keine Ahnung. Hauptsache nichts wiederholt sich.

Kommentieren:

Die Emailadresse wird niemals angezeigt. Die benötigten Felder sind markiert.*