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Siggis letzte Worte




13.Dezember 2010

Das ging schneller als ich spottete

...was wyrd, Beschleunigung, Dystopie, Prä-Singularität, Weltzustand - 3 Kommentare » 1:29 pm

In einem Anfall von dystopischem Spott liess ich mich am 7. Dezember zu folgendem Tweet hinreissen:

2014: Verbot des Besitzes von Festplatten und externen Speichermedien von Privatpersonen.

Woraufhin sich jemand bemüssigt fühlte zu tweet-klügeln: Weil? Bonk.

Aber selbst ich habe da nicht mit den amtierenden Dystopikern des US-Miltärs gerechnet.Schwupps, alles history.

Überhaupt scheint mir zuviel Klugheit in historischen Prozessen kontraproduktiv. Moderne Varianten der Hegelianer, die den Talk talken können und das begriffliche Ballett auf historisch geringstmöglichem Raum zu tanzen in der Lage sind, aber niemals auf den Barrikaden zu finden sein werden. Natürlich wohlbegründet.

4.Dezember 2010

Decision point in history

...was wyrd, Beschleunigung, Beschleunigung der Beschleunigung, Prä-Singularität, Soziologie, Weltzustand - 3 Kommentare » 11:43 am

The future is digital in two ways: First all will go digital. Second all future political decisions are standing on a digital base. Either we will find ourself quickly living in totalitarian societies or all systems will transform into fully transparent organisations. Such simple.

29.September 2007

Burma und Technologie als Politik

Events, Internet, Weltzustand - 4 Kommentare » 11:27 am

Der Fluss von Wissen und Information ist Politik. Während der freie Fluss seit je eher emanzipatorischen Bewegungen zu gute kommt, wissen Diktatoren schon immer was sie als erstes zu tun haben. Was mich allerdings sehr, sehr befremdet ist die auch im Kleinen beobachtbare, tägliche Entscheidung im Nachrichtengeschehen, die sich in der Linkpolitik großer Portale wie zB dem ZDF oder der Tageschau zeigt.

Während die Tageschau freizügig auf fast alle wichtigen burmesischen Blogs linkt und die Leser nicht hartherzig auf ihren Seiten hält, kann man beim ZDF sogar im Interview mit Ko Htike lange nach einem Link suchen. Closed garden Linkpolitik. In solchen kleinen Details kann sich zeigen auf welcher Seite man steht: dem egoistischen Eigeninteresse oder frei fliessendem Informationsbedürfniss. Paradoxerweise macht man sich mit so einer Haltung mit den Diktatoren gemein.

Beim ZDF sollte man sich mal fragen warum die Leute von der Tagesschau einen Grimme Preis erhalten haben.

Und weil ich mich gerade frage, was ich in dieser Situation tun kann, hier einige Links zu burmesischen Blogs:
http://burmamyanmargenocide.blogspot.com/

http://www.moeyyo.com/MM/
http://seinkhalote.blogspot.com/
http://soneseayar.blogspot.com/
http://moemaka.blogspot.com/
http://niknayman.blogspot.com/
http://dathana.blogspot.com/
http://burma-myanmar-news.blogspot.com/
http://rightorrong.blogspot.com/

Und weil solche historischen Momente eine ganz andere Ästhetik hervorbringen als unsere unwirkliche, dumme Popkultur, gestatte ich mir dieses YouTube-Video zu verlinken:

17.August 2007

Cringely und die technologische Singularität

Beschleunigung, Singularität, Weltzustand - 4 Kommentare » 7:22 pm

Robert Cringely hat sich geoutet. Er denkt über die technologische Singularität nach. Nicht sehr differenziert und tief informiert, aber immerhin. Interessant sind allerdings die Kommentare, die zeigen, wie uninformiert und technologisch pessimistisch der Mainstream-Geek an sich ist. Allesamt äußern ihre cutting edge Kritik und Bonmots in einem Medium, das es nie gegeben hätte, wenn ihre Weitsicht und utopische Freude zum Maßstab unser aller Zukunft würde. Wie ist es da überhaupt möglich, dass je Neues in die Welt kommt?

Wie kommt es, dass es überlegitim ist, über klimatische Veränderungen im Jahre 2050 oder 2100 nachzudenken, aber die systemischen Folgen von exponentiellen, technologischen Trends zu ironisieren oder gar zu ignorieren, obwohl diese gleich um die nächste Dekadenecke liegen?

16.Februar 2007

Virgin Earth Challenge: Technologie als Klimaretter

Events, Nanotechnologie, Weltzustand - 1 Kommentar » 11:47 am

Wenn sich alle morgen an den Händen fassen und plötzlich unheimlich dolle umweltbewusst werden - auch die Essers und Breuers der Welt - dann könnte innerhalb von 10 Jahren sehr viel weniger CO2 in der Atmosphäre landen. Die Mengen, die wir allerdings bis heute auf ihre Reise in die Atmosphäre geschickt haben, hindert das nicht, sich in die vertrackten Feedbackschleifen des Klimas einzureihen und für Unbill in den nächsten Jahrzehnten zu sorgen.

Wenn alle Trendmodelle stimmen, kann uns das also nicht davor bewahren global soziologisch, ökologisch und okonomisch in den nächsten Jahrzehnten Achterbahn zu fahren.

Das Zeug muss also raus. Ein anderer Ausdruck für: Re-Terraforming. Das haben auch Al Gore und Richard Branson begriffen und haben am 9. Februar den Virgin Earth Challenge ausgelobt. Schlappe 25 Mio $ für:

Eine wirtschaftlich funktionsfähige Technologie, die nachweislich jedes Jahr über die Dauer von 10 Jahren eine Netto-Reduktion von anthropogenen, atmosphärischen Gasen erbringt, und so zur Stabilität des Weltklimas beiträgt.

Ich vermute das wird unter anderem dazu führen, dass Nanotechnologie auf die Liste der möglichen Klimaretter kommt. Al Gore sass übrigens schon 1991 in einem Hearing über molekulare Nanotechnolie, mit Eric Drexler als einem der Referenten.

Auf eine vertrackte Art steht uns in Krisen immer nur die Tür offen, die zu weiterer Komplexität führt. Als ob zunehmende Unwahrscheinlichkeit für die unsichtbare Hand der Evolution das Werkzeug zur eigenen Selbsterkenntnis wäre…

via Jamais Cascio
[tags]Virgin Earth Challenge, Branson, Al Gore, Nanotechnologie, Klima[/tags]

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