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Siggis letzte Worte




16.Dezember 2010

Stefan Zöllner

...was wyrd, Beschleunigung der Beschleunigung, Post-Singularität, Transhumanismus - Comments Off 3:01 pm

Vom alten Wegbegleiter wurde ich aufgefordert etwas über sein Schaffen abzusondern. 3 Zeilen für die kurzatmigen Begleithefte der Vernissagenwelt. Und weil ich vermute das mir die Kondensation seines Schaffens aus meiner Sicht vorläufig gelungen ist, hier der Blurb. Schaut euch endlich mal sein Zeug ohne Verstand an, sonst muss ich noch böse werden und mit Tiernamen um mich werfen. Auf der großen Werkschau bei Siepermann (Knirps anybody?) in Wuppertal im März war schon so eine Art Schwellenerwartung ob der noch ausstehenden Anerkennung des Werkes rauszuhören. Da kommt noch mehr. Der kann nicht anders.

Der Zöllner aka fatagaga träumt seit den 80igern in seinen Werken einer undeutlichen Zukunft entgegen, die ihm nun immer häufiger den Begriff Transhumanismus in aller Unschärfe vor die Füsse wirft. Ob er allerdings ohne Bedeutungsverlust diesem Sicherheit versprechenden begrifflichen Regenschirm untergeschoben werden kann, ist das Problem dieses Etiketts, nicht seines Schaffens. Die Dämonie seines Werkes liegt ja auch gerade dort: in den Zipfeln, die sich weigern einem Etikett untergeordnet zu werden, nur um museal zur Strecke gebracht, für Ruhe zu sorgen. Der Stachel in all seinen Dingern ist denn auch der nächste, wirklich konsequente Schritt: Posthumanismus. Transhumanismus kann nur ein erster, schützender Handschuh sein, um sich dem Schmutz des Posthumanismus in seinem Werk anzunähern. Wer den Schritt wagt und die anästhetisierende Wirkung einer künstlerischen Einordnung seines Werkes vermeidet, wird einen Sucher im Auftrag der Philosophia Perennis finden.

13.Dezember 2010

Das ging schneller als ich spottete

...was wyrd, Beschleunigung, Dystopie, Prä-Singularität, Weltzustand - 3 Kommentare » 1:29 pm

In einem Anfall von dystopischem Spott liess ich mich am 7. Dezember zu folgendem Tweet hinreissen:

2014: Verbot des Besitzes von Festplatten und externen Speichermedien von Privatpersonen.

Woraufhin sich jemand bemüssigt fühlte zu tweet-klügeln: Weil? Bonk.

Aber selbst ich habe da nicht mit den amtierenden Dystopikern des US-Miltärs gerechnet.Schwupps, alles history.

Überhaupt scheint mir zuviel Klugheit in historischen Prozessen kontraproduktiv. Moderne Varianten der Hegelianer, die den Talk talken können und das begriffliche Ballett auf historisch geringstmöglichem Raum zu tanzen in der Lage sind, aber niemals auf den Barrikaden zu finden sein werden. Natürlich wohlbegründet.

4.Dezember 2010

Decision point in history

...was wyrd, Beschleunigung, Beschleunigung der Beschleunigung, Prä-Singularität, Soziologie, Weltzustand - 3 Kommentare » 11:43 am

The future is digital in two ways: First all will go digital. Second all future political decisions are standing on a digital base. Either we will find ourself quickly living in totalitarian societies or all systems will transform into fully transparent organisations. Such simple.

30.November 2010

Digitalisierung

...was wyrd, Beschleunigung der Beschleunigung, Soziologie, Transformation - 3 Kommentare » 11:54 pm

Heute abend im Geplauder (Video folgt) mit den Herren Bruysten und J. über die momentanen, weltweiten restaurativen Tendenzen schwante mir folgendes:

Die evolutionäre Tendenz zur Digitalisierung ist selbst digital.

Exegese: Die Konflikte, die die totale Digitalisierung heraufbeschwört, könnten dazu führen das es in the long run nur ein binäres Ergebnis gibt. Computronicum oder Steinzeit. Die Verwerfungen, die wir mit Wikileaks, JMstV, Urheberrecht, Genetik (ebenfalls eine digitale Disziplin) und sonstwas erleben, erzeugen derart große widerstrebende Tendenzen, das sie sich zu einer Zerreißprobe der gesamten Zivilisation auswachsen könnten. Nein werden. Was auf jeden Fall dabei auf der Strecke bleiben wird, sind die jetzigen Verhältnisse, die jetzigen Systemdynamiken, die heutigen Organisationsverhältnisse, das moderne Menschenbild. Wir haben die Folgen einer totalen Digitalisierung noch nicht im Ansatz begonnen zu begreifen. Und wieder sehe ich nur eine Möglichkeit: Beschleunigung der Beschleunigung.

21.August 2010

Ikonographie der Zukunft

...was wyrd, Futuristik - Comments Off 1:36 pm

Das kulturelle Unterbewusstsein wird wohl in naher Zukunft die Ikonografie einer posthumanen Zukunft in all ihren dys- und u-topischen Formen immer konvulsivischer durchdeklinieren. Je größer die Bandbreite des imaginierten Schreckens und der Extase, um so offener der Raum der Zukunft? Um so herausragender die Rolle einzelner Individuen, die der puren Kontingenz des Zukunftsraumes ihren Attraktor aufdrücken?

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