23.August 2004
Distanz Bedeutung Nähe Ferne
Denken, Kreativität - Comments Off 12:31 pm
Folgend eine gewisse Art der Blogg-Grill-Nachlese hochgespült in der 3. Qualrunde im Park.
Zwischen Wurst und Welt kam das Gespräch auf Gespräche die sich detailerblindet im Für-und-Wieder aufhängen. Auch ich meinte dazu meine ungaren und bierlastigen Gedanken abgeben zu müssen. Da es nüchtern noch mal hochplöppte nun also der Versuch eines Reruns. Im wahrsten Sinne der Piste.
Für mich wird das Gequatsche über viele Details immer erst sinnvoll wenn mindestens ein Versuch gemacht wird die Nähe zum Detail aufzugeben und sich technisch herauszuzoomen. Herr Sixtus schlug den Begriff “zoomen” vor, da auf meinem Verbalszentrum ein paar Flaschen Bier lasteten. Also heraus- und hineinzoomen in ein Detail der Welt, Lebenswelt, was auch immer. Erst dann blitzt die Bedeutung eines Details auf. Wobei dieses Zoomen chronologisch und räumlich geschehen kann. Chronologisches Zoomen kennt man von synoptischen Weltgeschichten, räumliches von Landkarten.
Aber ich vermute die Existenz weiterer möglicher Zoomvariablen: Begriffliche. Im wortwörtlichen Sinne Abstraktionsebenen. Dieses imaginierte Spiel mit Details lässt zumindest mein Denken in Schwung kommen. Erfordert allerdings auch Konzentration und die Fähigkeit mehrere imaginierte Ebenen und die erforderlichen Details in der Vorstellung simultan stabil zu halten. Erst von dort aus ist “weltzentrisches” statt einem lediglich “egozentrischen” Denken möglich. Will man einen aus einem solchen Denkakt heraus entstandenen Text verstehen, muss man dem Autor leider erst auf die gewählte Entfernung folgen. Ansonsten der Text wirklich in dem Sinne “un-ver-ständlich” ist, das der Standpunkt, Stand, nicht bekannt ist.
23.April 2004
Lineare Kreativität ist tote Kreativität
Futuristik, Kreativität, Singularität - Comments Off 11:31 am
Dieser Hinweis auf eine kreative Katastrophe lässt mich grübeln. Edward DeBono gilt gemeinhin als der Vertreter praktikabler Kreativitätstechniken. Weltbestseller und Kreativität als Schulfach in Venezuela gehen auf seine Rechnung.
Was mir jedoch in dieser Gesprächsrunde auffällt ist der eklatante Mangel etwas zu visionieren, das von exponentiellen Funktionen beherrscht wird, wie zum Beispiel Moores Law. Die Exponenten von Futuristik und Kreativität haben also derartige Konzepte nicht auf dem Radar oder weit schlimmer: auf Radar aber nicht begriffen.
Was sagt mir das? Es erinnert mich fatal an parallele Entwicklungen in der Science Fiction. Nachdem Nanotechnologie und Singularität in einigen Plots Ende 80iger, Anfang 90iger angetippt wurden, drifteten viele bekannte Autoren in die Fantasy ab. Warum? Singularität ist nicht verkaufbar, ist der ultimative Plot, der menschliche, archetypische Szenarien übersteigt. Hier auf dem Gebiet der Futuristik ein ähnliche Vorgang: Konsequentes Durchdenken der Dynamiken ist der Zielgruppe der Kreativitätsgurus und Futuristen nicht anzudrehen. Was bleibt übrig? Ein pathetischer Kreativitätsgestus der einmal in den 60igern modern war.
24.März 2004
Kreative Fundsache
Kreativität, Software - Comments Off 8:39 am
Just bei Röll gefunden: Ein freies Mindmappingprogramm ohne wüste Installation oder propriätäre Dateiformate. Hervorragende Bedienung. Reicht vollkommen. Dagegen ist der Gebrauch von Mindmanager begründungsbedürftig. Empfehlung des Tages!