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Siggis letzte Worte




15.März 2010

Irritationen

...was wyrd, Beschleunigung der Beschleunigung, Internet, Soziologie - 1 Kommentar » 12:11 pm

Sowohl Aufmerksamkeit als auch Innovation sind Akte der Negation. Welche Folgen hat nun allerdings eine Situation, in der eine Innovation daran bemessen wird wieviel Aufmerksamkeit sie zentralisieren kann? Die “innovativen” Bemühungen um je eigene Splinternets (AOL, FaceBook, Twitter, iPad, … to be continued) sind Ausdruck des Wunsches Aufmerksamkeit zu sammeln, zu zentralisieren und die Innovation der totalen Vernetzbarkeit zu negieren.

Wirklich utopische Forderungen müssten die Aufmerksamkeit aus ihrem Korsett der Negation des nicht Wahrgenommenen befreien und Innovation vom Stigma der Vernichtung des Alten.

14.März 2010

Feel the pain

Internet - Comments Off 4:06 pm

Bloggen mag zwar sooo 2005 sein, aber unter netztechnischen Gesichtspunkten immerhin ausfallsicherer, weil internetziger als so ein zentrales Blubberrohr wie Twitter. Die Gier Aufmerksamkeit zu bündeln und technisch zu zentralisieren führt, wie man sieht zu partieller Blindheit, nicht nur technisch temporär sondern auch unter Gesichtspunkten der Ausgewogenheit der Informiertheit. Zentralorgane können keine Lösung für die Zukunft sein. Ob Facebook, Twitter oder iPad: Alles technologisch restaurative Schritte.

1.Oktober 2009

2 Google Wave Invites zu verschenken!

Events, Internet - Comments Off 2:51 pm

Drüben im Wavetank habe ich mich dazu hinreissen lassen für den Dienst an der Sache 2 Invites zu verschenken. Firster waved first.

7.August 2009

2.WaveWednesday in Düsseldorf!

Beschleunigung, Events, Internet - Comments Off 8:23 pm

Am nächsten Mittwoch, den 12. August, 20 Uhr findet in Düsseldorf der 2.WaveWednesday statt. Treffpunkt ist wieder das wohnliche Büro von Gastgeber Tim Bruysten auf der Weißenburgstrasse 52, richtwert GmbH. Ausser mir und Tim bereiten wieder Jay Martin und Alex Benker den einzigsten WaveWednesday im Umkreis von 43,4Km vor. Diesmal sind wir in der glücklichen Lage aus dem Innern des Walfischs berichten zu können, da wir wie berichtet für den Hackathon letzte Woche Wave Accounts erhalten hatten. (Posts zum Hackathon)

Jeder ist herzlich eingeladen, allerdings könnte eine formlose Voranmeldung zB über Xing oder in den Kommentaren die Bier- und Stuhlknappheit in Grenzen halten. Benkman! hat noch viele andere schöne clickbare jetzt-neu-Links rund um das Thema unserer Wahl zusammengestellt.

Empfehlenswert auf Twitter zB: WaveTank.

Keine Ahnung worüber genau ich mich 5 bis 7,2 Minuten am Mittwoch auslassen werde, es steht aber zu vermuten das es sich um Wave, Collaboration, Macht, Hierarchien, der sozialen Temperatur auf Terra, Restauration und 21 drehen wird. Oder so. - Vielleicht irgendwie.

3.August 2009

Rückblick Google Wave Hackathon Düsseldorf: Unscharfe Gedanken

Internet, Transformation, noosphäre - 1 Kommentar » 3:19 pm

Am Samstag fand wie angekündigt der Google Wave Hackathon in den Räumen von richtwert statt. Architektur, Fuktionalität und Begrifflichkeiten (Wave, Wavelet, Blips, Robots, Gadgets…) wurden von Alexander Benker zur Einführung noch mal rekapituliert. Die nachfolgende Diskussion katapultierte uns jedoch ruck zuck in tiefere Gefilde rund um Begriffe wie “Trust”, “Flow” und Collaboration. Zwar hat Google dankenswerterweise die erste Annäherung an Wave über eine alte Metapher (Outlook-Variante) leicht gemacht, es wird aber schnell klar das dies nur ein pädagogisches Entgegenkommen ist. Alles ist möglich. Aber was ist sinnvoll? Und: Was ist wirklich beschleunigend oder wirkt auf einen distinkten Parameter paralleler Kommunikation so ein, das sich die Qualität dieser Kommunikation in Wave postitiv verändert?

Tools, die heute ins Freischwimmerbecker des Internet geworfen werden, dürfen nicht einfach einen Meatspace-Prozess 1:1 (oder schlechter) abbilden, sondern müssen als Operator wirken, dh der Prozess muss durch das Tool aufgewertet oder gar transformiert werden, andernfalls sie bei Strafe im Wow-Museum landen. Twitter 2013 ;-).

Ein Ad-hoc Modell, das sich im Laufe des Sonntags in mir dabei herauskristallisierte, habe ich versucht wie folgt zu skizzieren:

Kommunikative Tools fallen nie in abstrakte Hände und Köpfe, denen man mittels Design, Usability, UI und Konrad Lorenz´schen Attraktoren ein “sexy” Erlebnis beschert. Statt dessen fallen sie in konkrete Hände, in konkreten, sozialen Umgebungen, in denen die Freiheitsgrade des Users im konkreten Kontext eine massive Rolle spielen.

Organisation vor Google Wave

In Kontext A geniessen die Individuen große Freiheiten und selbst wenn sie sich sehr nahe kommen oder sich ihre Rollen überschneiden, wird ihr Identitätskern nicht unbedingt in Frage gestellt. Feelancer und Privatpersonen wären hier denkbar. In Kontext B hat jeder Akteur genau beschriebene, oft geringe Freiheitsgrade innerhalb einer strukturierten Organisation.

Was passiert nun wenn man in diese Brown´schen Brühen einen Beschleuniger wirft? Erhöht sich im Sinne von Teilhard de Chardin die soziale Temperatur? Und wie werden die Akteure in Milieu A und B darauf reagieren? Wieviel Temperaturerhöhung ist erträglich, bevor es ans Eingemachte geht und der Einzelne mit Grunddefinitionen seiner Rolle an denen der Anderen vorbeischrammt und schreddert?

Organisation vor Google Wave

In Milieu B wird im Falle eines disruptiven Beschleunigers sehr schnell eine Reibungstemperatur erreicht, die zu Wiederstand und Konflikt führt. Interfaces, UI und Usability können da vielleicht helfen, mindern aber nicht den Stress zwischen den Akteuren. Maximale Forderung: Neue Organisationsformen, ich-stabile, im Extremfall postneurotische Individuen mit Fähigkeit zur aperspektivischen Sichtweise (Gebser).

In einem kurzen Gespräch mit Frank Ammari wurde mir noch ein anderer Punkt etwas klarer: Trust ist ein beschleunigender Faktor in kommunikativen Prozessen und trägt somit zur Ektropy auf Sol3 bei. Daraus folgt, das Wave Jazz ist! ;-)

Die Fortführung dieser Gedanken kann entweder hier in den Kommentaren stattfinden, oder auf dem nächsten WaveWednesday am 12. August in den Büroräumen von richtwert. Ich bin mit dem Thema auf jeden Fall noch nicht durch!

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