CO-X: Countdown zu einer Konferenz

Vor fast 5 Jahren lernte ich auf dem ersten Webmontag in Köln nicht nur Philipp Lenssen, sondern auch Tim Bruysten kennen. Beide Begegnungen blieben nicht ohne weitreichende Folgen. Während ich mit Phil bloss eine internationale Welle lostrat und er mit mir ein kleines, launiges Interview führte, teilte ich mir mit Tim 2006 im ersten Elektrischen Reporter Monitor und die Aufmerksamkeit einiger tausend Zuschauer. Seit dem ist viel gelbes Wasser unsere Kehlen hinuntergeflossen. Im letzten Jahr nun stiess Dr. J. Martin zu uns und seitdem erhöhte sich die intellektuelle Betriebstemperatur derart, dass wir schliesslich die Idee zu einer Konferenz ausbrüteten. Im Umkreis Handelsblatt/Corps-Verlag fand diese Idee ziemlich schnell Anklang und so kommt es das ich hier nun melden kann:

Meine Rolle leitet sich dabei natürlich aus meinen persönlichen Schwerpunkten ab: Technologische Beschleunigung, Konversion verschiedenster Technologien, technologische Singularität oder auch nicht, Trends versus Utopie… Die Kategorienliste am linken Blogrand gibt eigentlich einen guten Überblick in welchem Bermuda-n-Eck ich mich seit fast 20 Jahren bewege. Innerhalb dieses Begriffrahmens werde ich versuchen das, was von uns mit Co-x zu erfassen versucht wird, einzuordnen. Da jede Art von Futurismus nur einen Versuch darstellt die explodierende Kontingenz der Systeme zu reduzieren, dreht es sich also eigentlich um Sinnproduktion. In einer solchen Situation ist oft schon viel erreicht durch das Auffinden der richtigen Fragen, anstatt schnell mit Antworten den Schein von Sicherheit zu verkaufen. Einen Teil dieses Frageprozesses haben wir im Wavetank seit Anfang des Jahres dokumentiert.

Details zur Konferenz natürlich auf der Konferenzseite selbst:

  • Co-x www.co-x.eu

    sowie laufende Diskussionen im

  • Wavetank.
  • Vom Weitergehen

    Wenn etwas wirklich weitergeht, dann meist nicht dort wo der "Schwung der Figur" sie hätte hintragen sollen. Die selbstversichernde Identitäts- und Öffentlichkeitssimulation Bloggen muss da schon hin und wieder etwas gebrochen werden, denn "was sich ins Bleiben verschliesst, schon ist´s das Erstarrte." In diesem Sinne sind auch die seit fast einem Jahr stattfindenden Gespräche zwischen Dr. Jay, Tim Bruysten und mir zu verstehen:"...entzückt durch das heiter Geschaffne, das mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt." Seit Anfang des Jahres auch als Video in un- nicht postmoderner Überlänge zu verfolgen. Das geistige Mäandern der Beteiligten entspricht der zunehmenden Kontingenz der Zeitläufte. Komplexitätsreduktion durch pointierte Antworten ist nur zwischen den Zeilen und Personen zu erwarten. Wenn das so weitergeht schwant mir noch ein Zusammenhang zwischen Systemtheorie, Utopie, Futurismus, technologischer Beschleunigung, Parallelität, Abstraktion, Kontingenz, Postmoderne, Elena Esposito, Ästhetik, Thermodynamik, Wurst, Teilhard de Chardin, En- und Ektropy, Inequality, Komplexität und einem Sonnenuntergang am Meer in Holland. Zwischen Rundumschlägen und Rodungen besteht ein fruchtbarer Zusammenhang.

    Düsseldorfer WebMontag in neuer Lokalität!

    Wer aus Vietnam kommt, in Prag Maschinenbau studiert hat, um schliesslich in Düsseldorf ein japanisches Restaurant zu führen in dem beste Jazzmusik statt pentatonischem Chinadudel im Hintergrund läuft, ist bestens qualifiziert um den nächsten Webmontag zu beherbergen.

    Die Daten:

    28.09.2009, im Combo,

    Rheinbabenstrasse 5 (Google Maps, Speisekarte). Erreichbar mit 707, 715 und 704. Der Derendorfer S-Bahnhof ist 900m entfernt.

    Wer die preiswerte Küche nicht durch totale Spontanität sprengen will, möge sich im Webmontag-Wiki oder bei Xing eintragen:

    2.WaveWednesday in Düsseldorf!

    Am nächsten Mittwoch, den 12. August, 20 Uhr findet in Düsseldorf der 2.WaveWednesday statt. Treffpunkt ist wieder das wohnliche Büro von Gastgeber Tim Bruysten auf der Weißenburgstrasse 52, richtwert GmbH. Ausser mir und Tim bereiten wieder Jay Martin und Alex Benker den einzigsten WaveWednesday im Umkreis von 43,4Km vor. Diesmal sind wir in der glücklichen Lage aus dem Innern des Walfischs berichten zu können, da wir wie berichtet für den Hackathon letzte Woche Wave Accounts erhalten hatten. (Posts zum Hackathon)

    Jeder ist herzlich eingeladen, allerdings könnte eine formlose Voranmeldung zB über Xing oder in den Kommentaren die Bier- und Stuhlknappheit in Grenzen halten. Benkman! hat noch viele andere schöne clickbare jetzt-neu-Links rund um das Thema unserer Wahl zusammengestellt.

    Empfehlenswert auf Twitter zB: WaveTank.

    Keine Ahnung worüber genau ich mich 5 bis 7,2 Minuten am Mittwoch auslassen werde, es steht aber zu vermuten das es sich um Wave, Collaboration, Macht, Hierarchien, der sozialen Temperatur auf Terra, Restauration und 21 drehen wird. Oder so. – Vielleicht irgendwie.

    Google Wave Hackathon in Düsseldorf!

    Durch kurzfristige Organisationsgeniestreiche von Alex Benker (noch Cassini) in Zusammenarbeit mit Google Deutschland in Mountain View ist es uns nun möglich morgen und Sonntag einen Google Wave Hackathon in Düsseldorf zu desorganisieren. Hier also die noch kurzfristigere Ankündigung! Das alles kam so schnell, das Stefan Nitzsche vor Schreck krank geworden ist und wahrscheinlich nicht teilnehmen kann. Unkranke Teilnehmer sind: Alexander Benker, Tim Bruysten, Patrick Hempel, Siggi Becker, Lydia Liwowski, Dr. Jay Martin, Tobias Jordans, Ingolf Kamen, Frank Ammari, Friedger Müffke -> abgesagt, Florian Scheel, Stefan Nitzsche (abgesagt, ist krank :-(), Olaf Thormählen, evtl. Huibert Gill.

    Wer genauere Informationen zum ambitionierten Ablauf einsehen möchte findet sie natürlich in Wave:

    Wave ID: „wavesandbox.com!w+dZeq6shh%A“

    oder über die Suche nach „Hackathon Planung“.

    Ort und Zeit:

    Samstag 1.August 10 bis 18 Uhr
    Sonntag 2.August 10 bis 19 Uhr
    richtwert Office
    Düsseldorf
    Weißenburgstraße 52

    Gäste die vorbeischauen möchten um einen Blick auf etwas zu werfen, das es noch nicht gibt, sind jederzeit herzlich willkommen! BYOB!

    Das kann doch nicht alles gewesen sein!

    Zur Feier des gestrigen Towel-Day habe ich es tatsächlich geschafft ein Bruce Willis Filmzitat in einem Vortrag über Zukunft, Kardashew, Nanotechnologie, AGI, Singularity Summit und Singularity University unterzubringen.

    Da ich nicht zur Garde der Folienvorleser gehöre, sondern davon ausgehe das die physische Anwesenheit eines Vortragenden irgend etwas mit mit seiner – auch intellektuellen – Anwesenheit zu tun haben muss, sind die Folien natürlich ohne meine Live-Worte nur ein interessanter Bildreigen. Die Aufgabe für die Klasse also: Erzähle die Geschichte zu diesen Bildern! Abgabetermin 2049.

     

     

    Nochmals Danke an den Dozenten Tim Bruysten für die Einladung nach Aachen. Die anschliessende Diskussion mit den Studenten zeigte, das die Thematik zwar verstanden wurde, mir persönlich war da aber zu wenig Wow! in der Erkenntnis, das vieles davon im Bereich der Lebensplanung eines 20jährigen liegt. Ich fühlte mich ein wenig an einen meiner ersten Blogeinträge aus dem Jahre 2003 erinnert. Was kommt nach Anything goes? Beim anschliessenden analogen Bier im Last Exit hat sich für mich dieser Eindruck noch bestätigt. Wer heute in dieser „Anything-goes-Welt“ lebt, deren Beschreibung vor 30 Jahren für einen veritablen Science Fiction gereicht hätte, managt seine Lebenswelt besser mit einem kleineren Zeithorizont. Dennoch wird jemand, der auch mit extremen Zukünften jonglieren kann unsere turbulente Gegenwart erfolgreicher filtern können.

    Ohne Garantien für weitere Posting kann ich sagen: Hat sich gut angefühlt mal wieder zu bloggen. Ist noch jemand da? 😉