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Siggis letzte Worte




21.April 2004

Ralph Waldo Emerson, Selbstvertrauen

Aphorismen - Comments Off 9:39 pm


“…Es wird eine Übereinstimmung auch in den verschiedenartigsten Handlungen geben, wenn sie nur jede zu ihrer Zeit ehrlich und natürlich sind. Da sie einem Willen entspringen, werden die Handlungen harmonisch sein, wie ungleich sie auch erscheinen mögen. Jene Unterschiede verschwinden in einiger Entfernung und Gedankenhöhe aus dem Blick. Eine Tendenz vereinigt sie alle. Der Kurs des besten Schiffes ist eine Zickzacklinie von zahlreichen Kursänderungen. Betrachte diese Linie aus hinreichender Entfernung, und sie glättet sich zu einer Durchschnittsrichtung. Deine wahre Handlung wird sich selbst erklären und wird deine übrigen wahren Handlungen erklären. Dein Konformismus erklärt nichts. Handle selbstständig, und deine früheren selbstständigen Handlungen werden dich nun rechtfertigen. Größe wendet sich an die Zukunft.”

7.April 2004

Rumi

Aphorismen - Comments Off 1:58 pm

“Humankind is being led along an evolving course…and though we seem to be sleeping, there is an inner wakefulness that directs the dream, and that will eventually startle us back to the truth of who we are.”
- Rumi, aus “The Dream That Must Be Interpreted”

31.März 2004

La Rochefoucauld, Reflexionen

Aphorismen - Comments Off 10:19 pm

Elegante Haltung ist für den Körper, was gesunder Menschenverstand für den Geist.

23.Februar 2004

Gracian, 211

Aphorismen, Zitate - Comments Off 2:18 pm

Unser Leben verwickelt sich in seinem Fortgang wie ein Schauspiel und entwickelt sich zuletzt wieder: daher sei man auf das gute Ende bedacht.

17.November 2003

Proömium

Aphorismen - 3 Kommentare » 10:38 pm

Die größte Energie und höchste Spannung der Geisteskräfte findet, ohne Zweifel, in der Jugend statt, spätestens bis ins 35ste Jahr: von dem an nimmt sie, wiewohl sehr langsam, ab. Jedoch sind die späteren Jahre, selbst das Alter, nicht ohne geistige Kompensation dafür. Erfahrung und Gelehrsamkeit sind erst jetzt eigentlich reich geworden; man hat Zeit und Gelegenheit gehabt, die Dinge von allen Seiten zu betrachten und zu bedenken, hat jedes mit jedem zusammengehalten und ihre Berührungspunkte und Verbindungsglieder herausgefunden; wodurch man sie allererst jetzt so recht im Zusammenhange versteht. Alles hat sich abgeklärt. Deshalb weiß man selbst Das, was man schon in der Jugend zu wissen glaubte, jetzt viel gründlicher; da man zu jedem Begriffe viel mehr Belege hat: Was man in der Jugend zu wissen glaubte, das weiß man im Alter wirklich, überdies weiß man auch wirklich viel mehr und hat eine nach allen Seiten durchdachte und dadurch ganz eigentlich zusammenhängende Erkenntniß; während in der Jugend unser Wissen stets lückenhaft und fragmentarisch ist. Nur wer alt wird, erhält eine vollständige und angemessene Vorstellung vom Leben, indem er es in seiner Ganzheit und seinem natürlichen Verlauf, besonders aber nicht bloß, wie die Uebrigen, von der Eingangs-, sondern auch von der Ausgangsseite übersieht, wodurch er dann besonders die Nichtigkeit desselben vollkommen erkennt; während die Uebrigen stes noch in dem Wahne befangen sind, das Rechte werde noch erst kommen.

Schopenhauer, Vom Unterschiede der Lebensalter

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