4.Juni 2006
Your Thoughts Are Your Password!
Denken, Internet, Soziologie, Sprache - 1 Kommentar » 12:35 pm
Vor einiger Zeit erschien bei Wired ein Artikel über eine Technologie zur Zugangskontrolle, die zu diesem Zweck das Muster der Gehirnströme auswertet. Im Chat mit Herrn Bruysten missverstand ich diese Überschrift. Ich interpretierte sie als: Deine Gedanken sind Dein Passwort! Was ich schreibe und denke ist der Ausweis dessen was ich in ein Netzwerk einbringen kann und innerhalb der kleinen Netze der Blogosspäre auch de facto (fast) täglich einbringe. Bestenfalls nähert sich bloggen dem Stream of Consciousness, der, weil annähernd spontan, kein gefaktes Niveau darstellen kann.
Crowdsourcing
...was wyrd, Beschleunigung, Denken, Internet, Soziologie, Transformation - 3 Kommentare » 11:54 am
Da schafft es ein Begriff innerhalb einer Woche memetische Dynamik aufzunehmen: Crowdsourcing. Ob er griffiger oder mehr begriffliche Kraft als “Long Tail” und seine Verwandten hat, wird sich erweisen. Mir scheint, das bei der Schaffung derartiger Begriffe nicht unwesentlich ist, welche Personen und welche Netzwerke an der Wiege standen. In diesem Fall Jeff Howe, Bruce Sterling und Wired. Für mich deutet das auf ein Element der Lösung des Attentionproblems hin: Die Eliminierung des Individuums und die Verlagerung auf Netzwerke. You have to let go. Not to grab, like O´Reilly. Ein weiteres Element ist die Qualität der Netzwerke. Madame Stael hätte in ihrem Salon auch nicht jeden jedem vorgestellt. Die Reputation des einzelnen Elements in einem Netzwerk hängt sehr von der Qualität der anderen Elemente ab. Das nicht zu begreifen (Wie Herr Basic im Falle Promny) ist wieder eine Aussage über die Qualität eines Netzwerkes. In qualitativ hochwertigen Netzwerken kann das Individuum verschwinden und den Erkenntnisprozess tragen. Im 21. Jahrhundert bringen nur qualitativ niedrige Netzwerke Stars hervor.
1.Juni 2006
Zukunft in der Gegenwart
...was wyrd, Transformation - 8 Kommentare » 12:16 am
Die Empfänglichkeit für die feinsten Triebe der Zukunft in der Gegenwart: das ist, was utopische Sehnsucht ausmacht. In einem Klotz das Versprechen entdecken, in einem Ding die Seele. Das Ungenügen des Nichtenfalteten in allem empfinden, heisst unbehaust unterwegs sein. Wenngleich ein Lächeln uns Schwindenden mitunter den Ruf vergessen lässt.