Guy Kawasaki und die Geschäftsmodelljäger

Das was Guy Kawasaki in seinen Vorträgen über sein Buch „The Art of the Start“sagt, ist voll eingebettet in unsere beschleunigten Zeiten. Alle Versuche ein lebensfähiges Geschäft in diesen prä-Singularitätszeiten aufzuziehen sind nur noch evolutionäre Schrotschüsse, deren einzelne Kugeln sich nichts auf den Treffer einbilden sollten.

Der klassische Geschäftmodelljäger wird natürlich ganz hibbelig wenn er in Second Life Wummen für 1 Linden-Dollar verkaufen darf, vom Metaversum labert und alle 3 Sätze die Vokabel „spannend“ benutzen kann. Wer Zukunft für ein geschäftsmodellfähiges Interface für die alten säugetierischen Triebe hält, will Geschichte nur mit anderen Mitteln fortsetzen, weil ein Wirtschaftsinformatikstudium keine Philosophie oder Poetik kennt. Das ist kein Fortschritt, sondern Perpetuierung. Oder Seitwärtsbewegung für Kastraten, wie man in der Börsensprache sagt.

Womit wir wieder bei „Utopie“ sind. „Make meaning“ ist genau das: Utopien realisieren. Alles andere ist Fortschritt.

2 Gedanken zu “Guy Kawasaki und die Geschäftsmodelljäger

  1. I know. Bewusst die lange Version gewählt. Das Timing bei seinen Scherzen ist organischer. 😉 Was zum Teufel kann uns das nu wieder sagen? Executive Summarys haben keinen Witz? :-]

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