Monats-Archive: Juli 2005

Kevin Kelly und eine Vergangenheit einer Zukunft

Es ist echt zum Kotzen. „He was born in 1952. He has no college or university degrees.“ Warum muss man sich 2005 immer noch mit vom Schlipps dumm gewürgten Spacken in Fragen der technologischen Zukunft zulabern lassen, wenn jemand vor Jahrzehnten schon mehr Sehstärke bewiesen hat als die vergreiste BWLer Jugend und dabei formal ungebildeter ist als ein heutiger Büroinformatiker? Vielleicht ist das wie beim Gehirn: Voller Nerveneinsatz entspricht einem epileptischen Anfall und jeder mentale Schlips hat die Funktion unser gemeinsames Durchknallen durch Ausbremsen zu verhindern. Also lobet den Katzencontent und die Rückfrage: „Was´n Blog?!“, aber lest den Artikel von Kevin Kelly bei Wired über dieses Interdings. Welche Auswirkungen Nanotechnologie oder andere „unmögliche“ Spinnereien in den nächsten 10 Jahren haben könnten, verrät Herr Kelly nicht. Schliesslich will er ja nicht als Spinner tituliert werden.

China, Öl, Terror, Immobilienblase, Wechselkurse

Schaut man sich heute morgen um, welche Meinungen und Kommentare es zu dieser Gemengelage gibt, drängt sich mir der Eindruck auf: Ärger voraus! Was in allen Finanzorganen nicht so deutlich angesprochen wird, ist das dadurch die Zinssätze in Amerika steigen werden und das das wiederum die Immobilienblase beenden wird. Wie schnell, wie heftig: keine Ahnung.… Weiterlesen…

Chinas Dollar-Wechselkurse, UNOCAL und Bomben in London

Was durch die gestrigen Bomben in London leider unter den Nachrichtentisch fiel ist, das China die Bindung zum Dollar aufgegeben hat. So what? Der berühmte Sack Zement, der diesmal wirklich in China umgefallen ist? Nicht, wenn man die 750 Milliarden Dollar amerikanische Schuldverschreibungen die im Besitz von China sind, im Hinterkopf hat. Sinkt der Dollar,… Weiterlesen…

Nochmal Hermeneutik von Technik

Jeder Interpret einer Technik wird auf seinem Wertehintergrund aus den vielen möglichen Zukünften einer Technik auch unakzeptable Zukünfte aus einer Technik herauslesen können. Ich drücke das bewußt so allgemein aus. Ein Reflex, der nur auf die „negative“ Untermenge der denkbaren Zukünfte abstellt, unterdrückt die Prozesshaftigkeit der Interpretation von „Technik“ und resultiert im Grunde aus einer… Weiterlesen…

Hermeneutik von Google Earth

Auch Technik muss interpretiert werden. Sozusagen eine Hermeneutik der Technik. Nur um dem Vorwurf zu begegenen, ich würde in dem Bonmot „Ingenieure verändern die Welt, Yogis grinsen nur rum.“, Philosophie gegen Handwerk ausspielen. Einerseits ist darin bewusst der Begriff Yogi enthalten. Nicht „Philosophen“. Wohl um den Koestlerschen Gegensatz zwischen Kommissar und Yogi mitschwingen zu lassen… Weiterlesen…