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Siggis letzte Worte




15.Januar 2005

Die Bilder der Zukunft

...was wyrd, Denken, Futuristik, Künstliche Intelligenz, Lebensverlängerung, Traumarbeit - Comments Off 3:59 pm

Stefan Zöllner Camera obscura Zukunft

Alle Entscheidungen die wir täglich treffen nachdem sie in Millisekunden durch unsere Filter getunnelt sind, werden an imaginierten Bildern gemessen, die unser Leben lenken. In diesem Sinne hat jeder eine unbewusste Vision die ihn lenkt.

Sich dieser Bilder bewusst zu werden, ist ein Akt der Wiederaneignung einer selbstgewählten Zukunft. Auch darum habe ich kein Fernsehen.

Es gibt private Visionen. Es gibt Clan-Visionen. Und es gibt Visionen, die der Art den Weg weisen. Ob zu den Sternen oder ins innerste des Herzens: Es sind Bilder von archetypischer Symbolkraft, die unter der Schädeldecke strahlen, um in jedem Moment bereit zu sein die kleinen Entscheidungen auf dem Weg in eine anziehende Zukunft zu treffen.

Die mächtigsten Bilder bieten für alle drei, das Individuum, die Gruppe und die Art gleichzeitig wiederspruchsfreie Ziele um genug Antriebsenergie für Jahrhunderte auszulösen. Zu solchen Bildern zähle ich unter anderen Gesundheit, Langlebigkeit, künstliche Intelligenz, die Reise zu den Sternen.

Das WOZU ist ein anderes Thema, je nachdem ob man eine Antwort für den Genotyp oder den Phänotyp sucht.

11.Januar 2005

Kurzweil und Peterson beraten Singularity Insititut

...was wyrd, Events, Singularität - Comments Off 10:51 pm

Was mir fast durchgeschlüpft wäre: Ray Kurzweil und Christine Peterson sind seit Dezember Berater für das Singularity Institut von Eliezer Yudkowsky. Wer schon mal mit einem Scanner Kontakt hatte, dem dürfte Ray Kurzweil dadurch indirekt bekannt sein. Auch ein legendärer, gleichnamiger Synthie geht auf sein (filthy rich) Konto. Christine Peterson hat zusammen mit Eric Drexler Unbounding the Future: The Nanotechnology Revolution geschrieben und eine Ehe in den Sand gesetzt.

Es dürfte langsam klar werden das sich um dieses Institut herum eine kritische Masse aus pekuniärem und intellektuellem Vermögen aufbaut, die Zielen gewidmet werden, die dem eigentlichen Wortsinn von Vision gerecht werden. Wie tragfähig eine Vison sein kann, hängt nicht zuletzt von den Leuten ab die sie vorantreiben. Siehe dazu auch das Netzwerk der Singularität.

10.Januar 2005

Sie kommen

Beschleunigung, Robotik, Wirtschaft - Comments Off 7:31 pm

Mir ist sonst nicht danach zur biologischen Linkmaschine zu verbloggen, aber in diesem Fall gebe ich dem Drängen nach. Woanders hatte ich schon mal darauf hingewiesen. Insgeheim hofft man ja das geht vorbei, jemand vergisst es und der Clementoptimismus behält recht. Aber nichts da.

Toyota gibt nicht auf. Zur Weltausstellung im März sollen die Besucher im Toyota-Pavillion von einer Blaskapelle und tanzenden Hip-Hoppern begrüsst werden. Der einzige Haken daran: Es werden Roboter sein. Ich hatte schon immer meine Probleme mit Volksmusik. Die weitere Marschroute wird von einem Toyota-Talkinghead mit: “We aim to reduce production costs to the levels in China” ausgegeben. Ich vermute mal das liegt unter den Produktionskosten in Deutschland. Höre ich da jemanden “Moore” stottern?

7.Januar 2005

Langeweile

Kreativität, Sonstwas - Comments Off 6:57 pm

Zum Thema Langeweile und ihre höchst sinnvolle, kreative Funktion kann ich nur auf die Lektüre dieses Links drängen. Als Signal verstanden ist sie ein Redundanzdetektor erster Güte und kreatives Sprungbrett.

Moores Law

...was wyrd, Beschleunigung, Halbleiter, Wirtschaft - Comments Off 5:57 pm

Immer wieder tauchen Zweifel auf, ob und für wie lange es so etwas wie Moores Law gibt. Darum hier in einem Aufwasch ein paar Links, die in dieser Hinsicht als Grundlage dienen sollten.

Zum einen ist da natürlich das ursprüngliche Paper aus dem Jahre 1965 von Herrn Moore selbst. Diese Beobachtung, das sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip alle 16-18 Monate verdoppelt, ist also älter als die durchschnittliche Bausparvertragsdauer. Wenn man wissen möchte für wie lange noch mit Verdopplungen zu rechnen ist, sollten die Roadmaps der SEMATech, des Zusammenschlusses der größten, weltweiten Halbleiterhersteller als Informationsquelle hinreichend glaubwürdig sein, um die zu erwartenden Chips in die eigene Lebensplanung aufzunehmen. Denn das so etwas - wie ich schon oft betont habe - keine Folgen haben wird, will wohl niemand annehmen.

In den Roadmaps wird davon ausgegangen das Moores Law bis 2020 relativ stabil bleibt. Das sind nicht nur technologische Fakten, sondern auch gesellschaftliche. Was mir oft ein Stirnrunzeln entlockt, ist die immer wieder erlebte Unkenntnis dieser Daten, sowie der Unwille dieser sehr nahen gesellschaftlichen und technologischen Zukunft mindestens genausoviel Aufmerksamkeit zu widmen wie einer um den Faktor 5 ferneren Klimakatastrophe.

Genau so klar ist, das der Boden in einem Garten nicht mit einer Tomate verwechselt werden darf. Für den Gärtner ist Boden notwendiges Potential. Ob das Potential hinreichend für eine Ernte ist, zeigt sich in der Zukunft, nicht an der Abwesenheit der Früchte in der Gegenwart.