Monats-Archive: Dezember 2004

Singularität, AI und Bottom Up Nanotechnologie

Beliebte Themen gerade in transhumanistischen Zirkeln sind natürlich AI, Nanotechnologie und die ganze SF-beeinflusste Gadgeteria. Was mir allerdings immer wie die berühmte Redewendung „…ein bischen schwanger“ erscheint. Ein „bischen schwanger“ könnte man auch als einen Euphemismus für selbstauferlegtes Denk- oder Phantasieverbot bezeichnen, wenn man von einer aktiven Entscheidung ausgeht, nicht weiterzudenken. Geht man von einem passiven Ergebnis aus, kämen nur insuffiziente kognitive Prozesse in Frage ;-). Mithin möchte ich formulieren:

Über künstliche Intelligenz, Bottom-Up Nanotechnologie, Global Brain etc. zu reden ohne Singularität zu meinen, ist wie ein bischen schwanger sein.

Für die Bewertung der meisten sogenannten futuristischen Themen bedeutet das natürlich einen ganz anderen Focus und eine ganz andere Bewertungsskala (backwards chaining). Auf diesem Hintergrund sind gerade viele Themen des sogenannten Transhumanismus maximal SL3, wenn überhaupt. Eine andere Begründung wäre ein aktives, selbstauferlegtes Denkverbot in dieser Richtung aus Gründen des Pragmatismus. Wie man es jedoch dreht und wendet: immer steckt implizit entweder die Unfähigkeit weiterzudenken mit drin, oder Gründe den Schritt von AI+1 nach Singularität für unmöglich zu halten. Sozusagen nicht an die Geburt nach der Befruchtung zu glauben. Dafür gibt es einen speziellen Begriff.

Ebenenfusion

Was man aus der eigenen Tunnelsicht auf den weiteren Weltprozess leicht übersehen kann, ist das Unterhaltung garantierende Phänomen, das alle bekannten Entwicklungsebenen mit ihrer jeweiligen Primatenbesatzung auf die Gadgets der Zukunft treffen. Jede Ebenenmannschaft (ob nach Kohlberg, Wilber, Grof, Graves, Piaget, Susan Cook-Greuter (pdf, 1Mb) …) interpretiert nicht nur die gegenwärtige Welt auf ihre je… Weiterlesen…

Was kommt nach der Singularität?

Mir ist heute nach einer Portion ultimativem Futurismus. Nicht dieses Zeug von der Sorte Next-Big-Thing bei ALDI (Horx). Per Definition wird die Post-Singularitätszeit ja ausgespart von Versuchen zu beschreiben, was denn nun danach kommt und ob das Rentenproblem dann geklärt sein wird. Derartige Imaginationsabstinenz fand Robert Bradbury 1999 jedoch nicht so sexy und hat einmal… Weiterlesen…