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Siggis letzte Worte




6.Oktober 2004

Weblog Workshop am 13. - 14.10.04

Events, Sonstwas - Comments Off 12:40 pm

Ganz nach dem Motto “Talk what you walk!” werde ich am 13. und 14.10.04 beim DGB in Hattingen einen Workshop über Blogs geben. Ich bin sehr neugierig wie Menschen mit diesen Werkzeugen umgehen werden, die sich in einem organisatorischen Umfeld bewegen, das in Zukunft mit Zeiten zu tun haben wird, die im demokratischen Sinne milde gesprochen “turbolent” zu werden versprechen. Aus anderen geschichtlichen Epochen sind die Gespräche derer, die beim gesellschaftlichen Downsizing unter den Tisch fielen nicht überliefert worden. In Zukunft wird das mit Sicherheit anders sein.

5.Oktober 2004

Inkubationsruhe (Abstand)

...was wyrd, Beschleunigung, Software, Transformation - Comments Off 9:37 pm

Der Aggregator ballert mich zu. Die Mail plöppt. Das Telefon streckt seine fiepigen Finger nach mir aus. Meine Mutter - nein, nein ich mein nur das die schon lange das Informationsoverflowhandtuch geworfen hätte. Ich halte durch. Dummchen. Da muss ein Trick dabei sein. So etwas wie “n a c h d e n k e n”. Sacken lassen. Fixieren.

Ich verdächtige den Flow der Wissensgesellschaft eines gewissen Zwangs zur Mittelmässigkeit. Natürlich der je individuellen Mittelmässigkeit. Des einen Mittelmass ist des anderen Dumpfheit. Und umgekehrt. Kommt aber immer aus dem spontan unter Stress reproduzierbaren Niveau. Womit auch die über weite Strecken mediokre Substanz der Blogosphäre erklärbar wäre. Entweder Regress ins pointiert Private oder Reflexverlinkung. Content is king, klar. Aber der geknechtete Untertan ist in diesem Falle die Reflexion, das Erkenntnis gewinnende Nachdenken.

Alles fliesst und die Kaskaden des Informationsflusses raffinieren jede Bemerkung hin bis zum homöopathischen Linklein. Um Schrotteswillen gebt mir Werkzeuge die kondensieren und transformieren. Die den “User” auf ein höheres Niveau stressen. Sonst dräut mehr vom selben bis zum Horizont. 50 Channels and nothing on it (Zappa). Ok. 51. Und auf dem läuft dann Fox. Als Feed.

Nachtrag: Ich befürchte das gesuchte Werkzeug ist man selbst.

2.Oktober 2004

Palimpsest

...was wyrd, Soziologie - Comments Off 10:18 pm

Lederjacken, Reislampen, Hip Hop oder der Gebrauch von “Chillout”, “…und gut ist” oder anderer Zeitgeister sind je eigene Potentiale einen Palimpsest auszulegen, dessen Hintergrundtext mehr oder weniger - meist weniger - über sich hinausweisen. Internet, Blogs, Nanotechnologie oder technologische Singularität sind absolut uncoole Palimpseste mit einem Hintergrundtext der jede Party sprengt. 2 Klassen. 2 Leidenschaften. Erinnert mich an die 3 Kulturen von John Brockman. Wer das große Wozu (nicht die kleinen Varianten bitte) nicht beantworten kann, der rächt sich am ewigen Warum und trägt Lederjacke, hört HipHop und schwelt seine Identität mittels Image ins Stammhirn. Jede Zeile Code, jedes konstruierte Molekül und jede Theorie allerdings, beisst vom Unwissen (siehe unter Kältetod) einen fruchtigen Happen ab und hüpft durch das Palimpsest unserer Existenz in den Vordergrund des Hintergrunds der Leidenschaft. :-)

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